Die Schweden mögen den Euro nicht

Da hat es den deutschen Qualitätsjournalisten im Online-Bereich doch glatt die Sprache verschlagen: Nach einer Agenturmeldung sind nur noch neun Prozent der Schweden für die Einführung des Euros in ihrem Land. Offenbar wissen die Schweden angesichts der Erfahrungen ihrer südlichen Nachbarn, was sie an der eigenen Währung, der Krone, haben, auch wenn sie als EU-Mitglieder bereits von Brüssel an der kurzen Leine geführt werden – wie alle anderen EU-Mitglieder übrigens auch. Neun Prozent sind der niedrigste jemals gemessene Wert, ergab eine Umfrage des Göteborger SOM-Instituts, die am 6.5.2013 veröffentlicht wurde. Auch die EU-Mitgliedschaft findet nur noch bei 42 Prozent Unterstützung.

Interessant ist, dass diese Agenturmeldung von keinem deutschen Qualitätsmedium an dem Tag aufgegriffen wurde. Ein löbliche Ausnahme war nur die Wochenzeitung Junge Freiheit. Außerdem fand sich noch eine österreichische Quelle.

Die Schweden hatten sich vor zehn Jahren mit 56 Prozent klar gegen die Einheitswährung ausgeprochen. Zuletzt hatten die Isländer bei ihrer Parlamentswahl eurokritischen Parteien den Vorzug gegeben und damit die in Brüssel und Berlin kursierenden Geschichten, der Inselstaat strebe aufgrund der Finanzkrise eine „Notaufnahme“ in die EU und die Einführung des Euro an, als Märchen abgestraft.

Wann dürfen wir endlich über Euro und EU abstimmen?

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