Geld wird abgeschafft

Es sind gleich mehrere Nachrichten vom 8. Mai 2013, dem Jahrestag der deutschen Kapitulation, die als Wegmarken hin zu einer Zinsknechtschaft aller Deutschen für die EU-Nomenklatura zu verstehen sind. Das Bundeskabinett in Berlin, in Finanzfragen längst Brüsseler Marionettenregierung, beschließt die Zustimmung zur Einführung einer europäischen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB), ausgerechnet bei dem Herrn Draghi, dem die immer deutlicher werdende Aufweichung der Euro-Währung zu verdanken ist. Und in Brüssel beschließt die Kommission, das EUdSSR-Zentralorgan, die Einführung eines Girokontos für jedermann.

Toll, denken Sie? Falsch gedacht. Es gehört zur Freiheit des Christenmenschen, kein Konto haben zu müssen – auch wenn viele praktische Gründe für ein Konto sprechen. Schließlich ist man ja auch so frei, auf das mit der Demokratieabgabe gestärkte Fernsehen verzichten zu können. Hinter dem Versuch der Einführung des Zwangskontos steckt Binnenmarktkommissar Michael Barnier, ein Hardliner auf dem Weg zur EU-Diktatur. Wenn erst einmal jeder in der EU ein Konto hat, kann das Bargeld abgeschafft werden. Dann hätte die EU-Nomenklatura die totale Kontrolle über jedermann. Bei Bedarf wird was aufs Konto gebucht, und den Sparsamen oder Fleißigen wird bei Gelegenheit das Konto wieder auf Null gestellt. Wenn Karl Marx das geahnt hätte! Sozialismus in Reinkultur! Geld wird abgeschafft!

Direkt dazu gehört die Einführung einer europäischen Bankenaufsicht. Der deutsche Michel sollte sich endlich von dem Gedanken befreien, dass die Übertragung von Kompetenzen nach Brüssel eine edle Tat darstellt. Kompetenzverlust ist Souveränitätsverlust, und Souveränitätsverlust ist Freiheitsberaubung. Es ist auch durch nichts erwiesen, dass die deutsche Finanzindustrie besser wird, wenn sie von Brüssel überwacht wird. Wir erwarten eher das Gegenteil. Und niemand soll das Geschwafel glauben, es gehe nur um die ganz großen und wichtigen Banken. Der Gesetzentwurf des Bundeskabinetts sieht eindeutig vor, dass sich Draghi auch die Volksbank von Kleinkleckersdorf vorknöpfen kann: „Die EZB kann nationalen Bankenaufsichtsbehörden in deren Zuständigkeitsbereich nur allgemeine Weisungen erteilen und verfügt zur Sicherstellung der einheitlichen Anwendung hoher Aufsichtsstandards über ein Selbsteintrittsrecht, durch das sie die direkte Aufsicht über einzelne Kreditinstitute an sich ziehen kann“, heißt es in dem Gesetzentwurf. Interessanterweise findet sich diese Passage in der Pressemitteilung des von Wolfgang Schäuble (CDU) geführten Finanzministeriums nicht. Deutsche Qualitätsjournalisten haben auch nichts bemerkt.

Mit dem dritten Projekt rundet sich das Bild zur hässlichen Fratze der europäischen Finanzdiktatur. Die Stichworte heißen Bankenunion und Enteignung der deutschen Sparer. Längst hat sich die EUdSSR über Schäubles Forderung hinweggesetzt, man müsse vor der Einführung einer Bankenunion die Verträge ändern. Warum soll man auch in Europa Verträge ändern, die von allen Politikern – gerade auch deutschen – nach Belieben gebrochen wurden und werden?

Wieder einmal ehrlich zeigt sich der Holländer Jeroen Dijsselbloem, der Chef der Eurogruppe. Er hatte bereits die Enteignung von kleinen Sparern in Zypern als Blaupause für die restliche EU bezeichnet und damit das Schlaglicht auf die deutschen Sparer gerichtet. Jetzt machte er nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur adn dpa deutlich, dass auf längere Sicht auch ein einheitliches Einlagensicherungssystem nötig sei.

Damit würden deutsche Sparer für die Verluste südeuropäischer Banken haften. Wenn das Bargeld abgeschafft ist, könnte ihnen ihr Solidaritätsbeitrag direkt vom EU-Zwangskonto abgebucht werden.

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Eine Antwort zu Geld wird abgeschafft

  1. Reinard schreibt:

    Naja, hier gab es schon intelligentere Weltdeutungsversuche…

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