Greenpeace und die „Kohle“

Wenn den Menschen nur genug Angst eingejagt wird, glauben sie (fast) alles. Waren es im Mittelalter die Pfaffen, die uns die gruseligsten Märchen auftischten, so gehört heute Greenpeace zu den führenden Experten auf diesem Gebiet. Inzwischen wünschen sich 80 Prozent der Bundesbürger einen raschen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Kohle sei nicht nur „der klimaschädlichste aller Energieträger“, sondern Greenpeace belegt durch eine aktuelle Studie, „welche schweren Gesundheitsschäden die Feinstaubemissionen aus Kohlekraftwerken verursachen“. Mit der gleichen Schwachsinns-Argumentation könnte man auch gegen das Autofahren vorgehen, dessen volkswirtschaftliche Schäden bekantlich enorm sind.

Parallel dazu begann die Organisation eine Kampagne gegen Politiker, die wegen angeblicher Verbindung mit der Kohleindustrie an den Pranger gestellt wurden. Auch hier lässt das Mittelalter grüßen. 45 Politiker seien mit der Kohleindustrie eng verbunden, kritisierte die Organisation, und die Süddeutsche Zeitung schrieb am 11. April 2013 unter der Überschrift „Beste Kumpel“ darüber. Der Greenpeace Energieexperte Tobias Münchmeyer wird mit der Bemerkung zitiert, die Nähe der Politik zur Kohle sei erschreckend.

Über die Nähe von Greenpeace zu anderen Energieproduzenten ist in der Qualitätspresse natürlich kein Wort zu finden. Der Deutsche Braunkohlen-Industrieverein wirft Greenpeace zwar „Desinformation“ vor, hat aber nicht begriffen, worum es den Funktionären wirklich geht: Nachdem sie die Atomindustrie weitgehend stillgelegt haben, kommt jetzt die Kohle dran, damit Greenpeace den eigenen Strom besser verkaufen kann. Denn unter dem Firmennamen „Greenpece Energy“ gehört die Organisation längst zu den Stromanbietern wie die von ihr verteufelten Konzerne RWE oder E.ON. Zudem profitiert eine riesige „grüne“ Industrie von anderen Ökostromanbietern bis hin zu Herstellern von Solarzellen von dem künstlich erzeugten Misstrauen gegen die klassische und verlässliche Energieproduktion. Je stärker der Druck auf Atom und Kohle wächst, umso besser können grüne Energieproduzenten ihre Geschäfte machen. Nicht nur, dass sie die Natur durch Windräder und Stromleitungen zerstören, sondern sie prellen auch unbedarfte Anleger um Milliarden. Dem Grünen und SolarWorld-Gründer Frank Asbeck gehören in Bonn zwei Schlösser. Die Besitzer der von ihm herausgegebenen Anleihen haben allerdings den allergrößten Teil ihres investierten Geldes verloren.

Greenpeace feierte sich nach der Verabschiedung des neuen Kapitalanlagegesetzes durch den Bundestag: „Ökostrom-Anbieter wie Greenpeace Energy haben entscheidende Änderungen im neuen Kapitalanlagengesetz erreicht.“ So wurden Eigenkapitalvorschriften für Erzeuger und Anbieter von Ökostrom gesenkt; Kleinanlager können jetzt auch mit Mini-Beträgen in die Engagements von Asbeck & Co. gelockt werden. Bisher war eine Mindestsumme von 20.000 Euro vorgesehen. Bei höheren Beträgen wie 20.000 Euro überlegt es sich der Kleinanleger genau, ob er sein ganzes Geld in einen Windpark investiert, der wahrscheinlich nie Erträge abwirft, sondern über Nachschusspflichten möglicherweise gutgläubige Familien ruiniert. Asbeck ist kein Einzelfall: „Allein in den vergangenen Jahren sind 500 Energie-Genossenschaften in Deutschland entstanden“, freut sich Greenpeace und gibt schon einmal das voraussichtliche Verlustvolumen bekannt: 800 Millionen Euro hätten überwiegend Kleinanleger investiert. Das meiste Geld dürfte weg sein, verschwunden in den Taschen der neuen grünen Energielobby. Wer aus diesen Anlagen noch rauskommen kann, sollte das möglichst schnell tun.

Verräterisch ist die Greenpeace-Werbung für den eigenen Strom: „Vertrauen Sie keinem Energieversorger, der Ihnen nicht gehört.“

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