Abgeordnete ohne Kinder

In den Leserbriefspalten der Zeitungen finden sich oft zum Nachdenken anregende Informationen. Nachdem die FAZ in der Ausgabe vom 20. Juni 2013 einen Bericht veröffentlicht hatte, in dem es wohl hieß „Die FDP-Wahlstrategen scheinen sich mehr für homosexuelle Männer zu interessieren als für Frauen“ gab es in der Ausgabe vom 28.6.2013 einen Leserbrief von Rainer Weniger aus Düren, der bezeichnend ist: „Den Kreis könnte man auf ,Individualisten‘ im Allgemeinen erweitern. Schauen wir uns mal die Zusammensetzung der derzeitigen Bundestagsabgeordneten der FDP an. 40 Prozent sind kinderlos (im Übrigen fast 43 Prozent der ansonsten die Nachhaltigkeit predigenden Grünen!).

Die Zusammensetzung eines Parlamentes sollte optimalerweise ein Spiegelbild der Gesellschaft sein. Die Frage stellt sich: Könnte sich ein Volk vierzig Prozent Kinderlose erlauben? Wer soll die sich hieraus ergebenden sozialen Verwerfungen der Zukunft meistern? Wer soll den Kinderlosen später mal die Rente erarbeiten, finanziell die Krankenversorgung und Pflege sicherstellen? Natürlich werden das die Kinder der anderen 60 Prozent sein. Das werden zumindest die 40 Prozent Kinderlosen verlangen, die selbst keine Kosten und Entbehrungen für die Erziehung eigener Kinder auf sich nehmen mussten. Kinderlose mit durchgängigen Erwerbsbiographien werden auf ihre hohen Renten pochen, Mütter mit unterbrochenen Erwerbsbiographien werden mit Mini-Renten abgespeist werden, obwohl sie genau das Gegenteil verdient hätten, nämlich die hohen Renten der Kinderlosen.

Wenn eine Zusammensetzung des neuen Bundestages, an den langfristigen Erfordernissen unseres Volkes orientiert, adäquat sein soll, sollte die Quote kinderloser Abgeordneter auf maximal zehn Prozent beschränkt bleiben… In einem Land, in dem so viel über Quoten gesprochen wird, dürfte eine solche Einteilung doch möglich sein – oder etwa nicht?“

Wir haben die Statistik in Bezug auf die Gesamtzahl der 620 Abgeordneten überprüft und kommen zum Ergebnis, dass es bezogen auf alle Fraktionen auch nicht viel besser aussieht als bei den vom Leser Weniger überprüften Fraktionen von FDP und Grünen. So beträgt der Anteil der kinderlosen Abgeordneten im Bundestag 32,6 Prozent.

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