Warnung vor dem Altmaier – Teil 1

Vor den von deutschen Politikern erzeugten Sirenenklängen, Bürger könnten mit Investments in die Energiewende Geld verdienen, wird dringend gewarnt. Wenn Umweltminister Peter Altmaier (CDU) oder SPD-Politiker wie Florian Pronold in die Nähe kommen, hilft nur eines: Ohren zustopfen und warten, bis sie wieder weg sind. Die fünf Prozent Rendite, die jetzt sowohl von der Bundesregierung als auch von der SPD-Opposition als Rendite für Anlagen in Energiewendeprojekte angekündigt werden, hören sich toll an, sind aber riskanter als griechische Staatsanleihen. Wir haben das erste Angebot dieser Art von TenneT entsprechend analysiert. Der Chef des mit Finanzierungsproblemen kämpfenden Stromnetzbetreibers TenneT, Martin Fuchs, kann noch so oft die Vorzüge seiner Bürgeranleihe preisen und von regem Interesse berichten. Wir bleiben dennoch dabei: Finger weg! Das Zeug ist nur für institutionelle Investoren geeignet. Und auch die sollten sich ein Engagement gut überlegen.

Wie es der Branche der erneuerbaren Energien wirklich geht, machen zwei Nachrichten aus dieser Woche deutlich: So meldete der einstige Börsenstar Conergy Insolvenz an. „Schon wieder eine Pleite in der krisengeschüttelten Solarbranche“, jammerte die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa am 5. Juli 2013. Die Conergy-Aktie, die 2007 noch bei 200 Euro notierte, kostet heute etwas mehr als zehn Cent. Die Anleger, überwiegend gutgläubige Menschen, die was für den Schutz des Klimas tun wollten, haben alles verloren, während die Bäuche der grünen Energie-Bosse immer dicker werden. Bestes Beispiel ist der Bonner Schlossherr Frank Asbeck von der Solarworld AG, dessen Geldgeber auch Riesenverluste gemacht haben. Aber auch die Anleger, die Anleihen der Windreich AG gekauft haben, dürften ihr Geld kaum wiedersehen. Es gibt jetzt erste Klagen gegen eine Bank, die Anleihekäufer falsch beraten haben soll. Für Windreich-Chef Willi Balz liegt alles an einer „bundesweit wohl einzigartigen unfairen Medienkampagne“, die dazu dienen solle, „die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende zu verhindern“. Dazu sagt der Volksmund: Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose.

„Der Spiegel“ analysiert in seiner Ausgabe vom 1. Juli 2013 ab Seite 100 unter dem Titel „Aufstand in der Rotorsteppe“ die Entwicklung der Windbranche. Das Urteil ist vernichtend. Die Anlagen, die jetzt als Bürgerwindparks unkundigen Geldgebern angedreht werden, werden offenbar aufgrund völlig überzogener Prognosen errichtet. „Der Spiegel“ schreibt: „Ein Riesenschwindel sei da im Gange, meint der Besigheimer Wirtschaftsprüfer Walter Müller, 65, der früher für die Treuhand die Bilanzwerte ostdeutscher Pleitekombinate ermittelte. Heute sieht sich der 150-Kilo-Mann mit derselben Härte die Geschäftsabschlüsse der Windparkbetreiber an. Sein Urteil: alles Lug und Trug… ,Kleinanleger werden scharenweise mit Gewinnversprechen in geschlossene Windparkfonds gelockt, die nicht genug Energie erzeugen‘, meint er. ,Am Ende ist das eingezahlte Kapital aufgezehrt.'“

Auch die Wirtschaftswoche hat gemerkt, dass was nicht stimmt bei den deutschen Windmüllern: „So stieg die Kapazität aller Windkraftanlagen an Land von 2011 auf 2012 um acht Prozent. Der Ertrag der Anlagen hingegen sank um sechs Prozent.“

Die nächste Blase an den Finanzmärkten wird grün.

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