Der grüne Dani und die Kinder: Süddeutsche zensiert

Die Wahlkampfstrategie der grünen Partei ist zusammengebrochen. Keiner redet mehr von Steuerplänen, Energiewende und vegetarischem Essen, sondern es geht nur noch um Jürgen Trittin und dessen Verantwortung für Forderungen nach der Legalisierung von einvernehmlichem Sex von Erwachsenen mit Kindern, wie der Missbrauch in grünen Kreisen verniedlichend genannt wird.

Einen Volltreffer erhielt Trittin ausgerechnet von der „taz“, die noch vor kurzem in einem Akt der Selbstzensur einen Artikel mit kritischen Thesen zur Herkunft der Grünen aus dem Pädophilen-Milieu aus dem Blatt geschmissen hatte. Von schlechtem Gewissen (so was soll es selbst bei der taz geben) getrieben, wurde jetzt ein Text des Politikwissenschaftlers Franz Walter veröffentlicht, der Trittin schwer belastet.

Fast genauso spannend wie der Inhalt ist der Weg, den der Artikel nahm, was vom Berliner Tagesspiegel detailliert beschrieben wurde. Danach muss jetzt auch die „Süddeutsche Zeitung“, die sich so gerne mit investigativen Recherchen (nur gegen Nicht-Grüne versteht sich) schmückt und sich für ein Flaggschiff des deutschen Qualitätsjournalismus hält, mit dem Vorwurf leben, den Grünen Spitzenkandandidaten Jürgen Trittin belastende Tatsachen unterdrückt zu haben.

Wir lesen im Tagesspiegel: „Eigentlich sollte Walters Text nicht in der taz erscheinen, er war zuerst der „Süddeutschen Zeitung“ angeboten worden, die vergangene Woche einen Meinungsbeitrag bei Walter für die Rubrik ,Außenansicht‘ bestellt hatte. Dann aber gab es die neuen Erkenntnisse zu Trittin, die Walter schnellstmöglich publizieren wollte. Doch so kurzfristig hatte die „SZ“ keinen Platz und so kurz vor den Wahlen offensichtlich auch kein Interesse – und so wandte sich Walter an die taz. ,Gerade weil die taz dem Milieu der Grünen nahe steht, ist sie der richtige Ort für die Veröffentlichung gewesen‘, sagt Walter. ,Denn wäre ich mit dem Thema zu einem Medium gegangen, das eher als Gegner oder Skeptiker der Grünen gilt, hätte es wohl Vorwürfe einer angeblich bewussten Einflussnahme in der Woche vor der Wahl gegeben.‘ Er habe keine Vorliebe für ein Medium, sondern suche je nach Thema aus… Der taz kam Walters Angebot am Sonntag gerade recht. Sie stand zuletzt in der Kritik, weil Chefredakteurin Ines Pohl einen Text zum Thema Pädophilie von Autor Christian Füller wegen angeblich ,falscher Kausalzusammenhänge‘ aus dem Blatt nahm.“

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