Griff nach dem Silberschatz

Silber gilt als das „Gold des kleinen Mannes“. Während der Krügerrand aus Gold rund 1.000 Euro kostet, die kaum jemand einfach so entbehren kann, ist eine Silbermünze von einer Unze Gewicht im Oktober 2013 für 25 Euro zu haben – oder sogar weniger. Die Bürger kaufen Silbermünzen in Massen, diese Münzen sind auch ein begehrtes Sammelobjekt.

Das lässt die Berliner Räuberbande natürlich nicht ruhen. Noch kaum bemerkt, hat der Bundestag im Schatten anderer Gesetzesvorhaben eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Silbermünzen beschlossen. Wurde der Kauf dieser Münzen bisher mit dem ermäßigten Satz von sieben Prozent besteuert, so steigt der Mehrwertsteuersatz ab 2014 auf 19 Prozent. Sollte sich die neue Koalition auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer verständigen, würde Silber noch teurer werden.

Das würde überwiegend Kleinsparer betreffen, die hoffen, dass sie im Falle einer hohen Inflationsrate wenigstens mit Silbermünzen noch Brot werden kaufen können. Politiker, Bonzen und Leute mit richtig viel Kohle bleiben von der Abkassieraktion verschont: Sie kaufen Gold. Und für Goldkäufe gilt null Prozent Mehrwertsteuer. Damit können sie ihr Vermögen vor der drohenden Euro-Entwertung steuerfrei in Sicherheit bringen.

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