Wenn Geld nichts kostet

Zur jüngsten Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) von 0,5 auf 0,25 Prozent reicht als Kommentar ein Satz: Wenn Banken sich Geld bei der EZB fast zum Nulltarif leihen können, zeigt das nur, dass das Geld nichts mehr wert ist. Ein zweiter Satz muss noch sein: Wer jetzt von Deflation faselt wie regierungshörige Wirtschaftswissenschaftler oder Qualitätsjournalisten wie Ulrike Herrman in der taz, war vermutlich lange nicht mehr bei Aldi oder Edeka und hat von den galoppierenden Preisen dort etwa für Milch und Butter nichts mitbekommen.

Das eigentliche Problem in Europa ist weniger die Euro-Währung, sondern die Staatsverschuldung. Die Problemländer sind bekannt und wurden hier schon häufiger genannt. Jetzt hat die Ratingagentur Standard and Poor’s die Bonität von Frankreich von AA+ auf AA herabgestiut. Es dürften Herabstufungen für andere Länder und schließlich auch Deutschland folgen.

Auch wenn die Verharmloser in Brüssel und Berlin das nicht wahrhaben wollen: Die letzten Tage Europas sind angebrochen.

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Eine Antwort zu Wenn Geld nichts kostet

  1. Geld leihen schreibt:

    Schade nur, dass die Banken das günstige Geld nicht an ihre Kunden weitergeben, sondern immer noch Horrorzinsen für den Dispo verlangen.

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