Die britische Atomprovokation

Es war schon immer ein Markenkern der britischen Politik, Deutschland zu provozieren. So auch jetzt. Die deutsche Zivilgesellschaft reibt sich verwundert die Augen, dass rund 1.300 Kilometer westlich von Berlin-Mitte ein Pakt mit dem Teufel geschlossen werden soll. Die britische Regierung hat in einem Ort mit dem sehr verdächtigen Namen „Hinkley Point“ den Bau von zwei Atomkraftwerken in Auftrag gegeben. 1.300 Kilometer sind erheblich weniger als Fukushima von uns weg ist, und wegen des dortigen Super-Gaus schalten wir in Deutschland alle Atomkraftwerke ab. Da 1.300 Kilometer aber für so eine Strahlenwolke fast nichts ist, hilft uns auch das Abschalten der deutschen Atomkraftwerke nichts. Armageddon findet damit höchstens eine halbe Stunde später statt, wenn der Tsunami kommt. Und der deutsche Gutmensch weiß natürlich, dass der Tsunami kommt. Schließlich hat Professor Hans Joachim Schellnhuber einen Anstieg des Meeresspiegels vorausgesagt. Und Hinkley Point ist ein Küstenort in Westengland.

Was tun? Eine erste Analyse zeigt, dass der französische Erbfeind in Gestalt von „Electricite de France“ (EDF) mit dabei ist. Geradezu als Kriegserklärung an Deutschland kann folgende Äußerung des britischen Premierministers David Cameron zu dem Atombauauftrag aufgefasst werden: „Dies ist ein Symbol für die nächste Generation der Atomkraft in Großbritannien, die für unseren zukünftigen Energiebedarf und die langfristige Sicherheit bei der Versorgung eine wichtige Rolle spielt.“ Cameron begründet den Bau auch mit der Regierungsstrategie, fossile Energieträger durch Anlagen mit niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß zu ersetzen. Das schlägt dem deutschen Fass den Boden aus. Wir bauen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, und die Tommies machen in Atom.

Entsetzt liest man, dass sich sogar chinesische Unternehmen am Bau beteiligen. Das sind Allianzen, die selbst der alte Winston Churchill nicht besser gegen Deutschland hätte schmieden können. Wenigstens ist Siemens in Hinkley Point nicht von der Partie. Die sind rechtzeitig aus der Atomtechnik ausgestiegen. Wie zu hören ist, will die Bundesregierung das vorbildliche Verhalten des Konzerns kompensieren und hat dafür den Auftrag zum Bau von mehreren tausend unbemannten Flugkörpern mit großer Nutzlast in Aussicht gestellt. Im Kanzleramt trägt das Projekt die amtliche Kurzbezeichnung „V 3“.

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