Energiewende: Der Kater kommt

Neulich saßen wir wieder bei unserem Lieblings-Italiener in Berlin-Mitte, und alle waren froh, dass es den Energiekonzernen, den Dinosauriern des längst vergangenen Industriezeitalters, jetzt richtig dreckig geht. Freudig wurde registriert, dass der am Klimawandel mitschuldige Energiekonzern RWE 6.750 Stellen abbauen muss, davon 4.750 in Deutschland. Schließlich würden genug neue Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien entstehen, hörten wir zwischen der Mediterranen Kürbissuppe und dem leckeren Schafskäse-Zopf mit Aubergine und Zucchini bei einer Flasche Piluna Primitivo Salento.

Dass die neuen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien mit 20 Milliarden Euro subventioniert werden, wurde ebenso geflissentlich ignoriert wie die Tatsache, dass diese 20 Milliarden von allen Stromkunden zu zahlen sind. Dass diese Subventionen wirtschaftlich nichts bringen, zeigt ein Blick auf die Solarbranche. Sie hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 40 Prozent ihrer Stellen abgebaut und hatte im ersten Halbjahr 2013 bundesweit nur noch 5.830 Beschäftigte. Selbst die staatsnahe Nachrichtenangentur adn dpa wunderte sich: “Branchenverbände hatten in der Vergangenheit höhere Beschäftigtenzahlen genannt.”

Wir wundern uns natürlich nicht, sondern wissen, dass nach dem Piluna Primitivo Salento der große Kater kommen wird.

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