Türkei für Geschlechtertrennung

Die EU und die Türkei bewegen sich wieder aufeinander zu, frohlockte die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa am 4. November 2013 in einem Bericht zum Stand der Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU. In diese Gespräche hatte die deutsche Bundesregierung wieder Tempo gebracht, nachdem Einwände zivilgesellschaftlicher Kräfte so langsam in Vergessenheit geraten waren. Wir erinnern uns: Mitte Juni hatte die damalige Grünen-Chefin Claudia Roth ihre Sympathien mit den Demonstranten im Gezi-Park zum Ausdruck gebracht und war sogar Opfer brutaler türkischer Polizeikräfte geworden, die sie mit Tränengas eingesprüht hatten. Da sich linksgrüne deutsche Deppen nicht vorstellen wollen, dass Türken auch brutal sein können, verdrängten sie die Ereignisse nach anfänglicher Wut, Empörung und Betroffenheit schnell wieder.

Den türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan, der das Land in einen islamischen Gottesstaat nach iranischem oder saudi-arabischem Vorbild verwandeln will, stört das Geheul der deutschne Zivilgesellschaft und anderer Betroffenheitstypen nicht. Er weiß die europäische Türkenlobby auf seiner Seite und kann daher zu Hause machen, was er will. Neuester Streich: Die Einführung der Geschlechtertrennung in Studentenwohnheimen. Zur Erinnerung: Für die Aufhebung dieser Trennung in Deutschland hatten die deutschen 68-er noch gegen reaktionäre Studentwerksdirektoren und katholisch-chauvinistische Heimleiter gekämpft. Jetzt schweigen die Ströbeles und Trittins natürlich, wenn Erdogan erklärt: „Männliche und weibliche Studenten leben in denselben Unterkünften. Das wird nicht überprüft.“ Und sie sagen auch nichts, wenn der türkische Innenminister Muammer Güler sagt, das Wohnen beider Geschlechter unter einem Dach sei Keimzelle für Terrorismus, Prostitution und Kriminalität.

Lobenswert ist hingegen die eindeutige Hatung der EU-Kommission gegen jegliche Dskriminierung von Homosexuellen. So warnte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström den EU-Beitrittskandidaten Serbien vor Repressalien gegen Schwule und Lesben. Die Regierung in Belgrad hatte eine Parade von Schwulen und Lesben verboten. Die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa vermutete als Hintergrund Drohungen von Extremisten und Hooligans. „Es ist besorgniserregend, wenn die Behörden solchen Gewaltdrohungen nachgeben“, schrieb Malström.

Aber was ist, wenn ein ganzer Staat gegen Homosexuelle vorgeht? Erdogan zum Beispiel hält Homosexualität für eine „sexuelle Wahl“, die im Widerspruch zur Kultur des Islam steht. An Erdogan zu schreiben traut sich Malström natürlich nicht, sondern man will den Schwulen-Hasser sogar ausdrücklich in der EU haben. Dazu schweigt die deutsche Zivilgesellschaft. Claudia Roth ist abgetaucht. Vermutlich hat sie einen Termin bei ihrem Schneider oder beim Friseur.

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