Wenn Sparen Geld kostet

Wenn Werte und Prinzipien auf den Kopf gestellt werden, ist es nicht mehr weit zum Schreckensstaat, den George Orwell uns schon hinreichend beschrieben hat. Bisher galt Sparsamkeit als Tugend. Man sparte für eine Anschaffung oder um Schutz vor Risiken zu haben und auch für das Alter. Dies wurde belohnt, zum Beispiel mit der Zahlung von Zinsen. Inzwischen gibt es so gut wie keine Zinsen mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) denkt sogar über Negativ-Zinsen nach. Das bedeutet, dass Banken, die Geld bei der EZB hinterlegen, dafür einen Strafzins bezahlen. Das heißt, sie bekommen von der EZB weniger zurück als sie hingebracht haben. Der Bankenprofessor Hans-Peter Burghoff sagte laut FAZ-Sonntagszeitung vom 24. November 2013: „Die Banken werden alles tun, was in ihren Möglichkeiten steht, um negaive Zinsen, die sie selbst zahlen müssen, an ihre Kunden weiterzureichen.“

Dann ist es egal, ob der Kunde Geld zum Sparen zur Bank bringt oder einen Kredit aufnimmt: Er zahlt immer. Und ein System, das solche Verhältnisse hervorbringt, ist pervers.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Bekloppte, Finanzpolitik abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.