Warnung vor dem Altmaier wirkt

Die Deutschen verhalten sich vernünftiger als viele ihrer Politiker glauben. Dass die Energiewende floppt und Milliarden in den Sand gesetzt wurden und noch werden, beginnt sich herumzusprechen. Jedenfalls war der Versuch des Stromnetzbetreibers TenneT, mit politischer Unterstützung Millionenbeträge bei Anlegern im westlichen Schleswig-Holstein hereinzuholen, um damit den Bau einer Hochspannungsleitung zu finanzieren, ein Schuss in den Ofen.

Die unbefristete, nachrangige und in mehrfacher Hinsicht für Kleinanleger völlig ungeeignete TenneT-Anleihe hatte Umweltminister Peter Altmaier (CDU) bei einer Präsentation in Schleswig-Holstein zusammen mit dem dortigen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) als “Modell für Deutschland” gepriesen. Mit Schlagworten wie „Bürgerleitung“ und „Bürgerdividende“ sowie auf den ersten Blick hohen, aber angesichts der Risiken viel zu niedrigen Zinsen sollte den Sparern das Geld aus der Tasche gezogen werden. Es klappte nicht. Nach Angaben des Netzbetreibers zeichneten lediglich 142 Haushalte die Anleihe. Das Volumen erreichte nur 833.000 Euro. 160.000 Haushalte waren angeschrieben worden, damit sie die Anleihe zeichnen sollten. Das Wertpapier sollte zu einem Testfall für ähnliche Projekte im ganzen Bundesgebiet werden.

Statt die Energiewende endlich abzublasen, wollen Altmaier und Albig natürlich weitermachen. Trotzig stellte der Ministerpräsident, dem übrigens in der SPD noch eine große Karriere nach Sigmar Gabriel winkt, die Forderung nach neuen Beteiligungsmodellen auf – nach dem Motto: Die Leute wollen zwar nicht, aber wir machen es trotzdem.

in diesem Zusammenhang muss auch vor allen anderen Finanzanlagen im Bereich erneuerbare Energien dringend gewarnt werden. Zum Beispiel wird der Leser beim Studieren der bundesweit verteilten Prospekte eines Stromanbieters namens Prokon mit einer Grafik der rasant steigenden Anlegerzahlen den Verdacht nicht los, dass dies alles an ein Schneeballsystem erinnert. Die angepriesene Grundverzinsung von sechs Prozent plus Überschussbeteiligung ist ein weiteres Indiz, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Wenn die ganze Branche den Bach runtergeht, soll ausgerechnet Prokon in den nächsten Jahren die Zinsen zahlen? Das hatte Windreich-Chef Willi Balz seinen Anlegern auch immer versichert. Jetzt ist er pleite, und das Geld der Anleger ist weg.

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