DDR 2.0 mit neuem Kabinett

Auf dem Weg zur DDR 2.0 hat Generalsekretärin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die entscheidenden Weichenstellungen vorgenommen. Schon der Koalitionsvertrag zeigte nicht nur nach Ansicht des Chefredakteurs der Baseler Zeitung, Makus Somm, den über allem thronenden Staat. Somm weiter: „Was die Christsozialdemokraten unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel dem wichtigsten Land Europas in den
kommenden vier Jahren zumuten, ist eine bemerkenswerte Mischung von Mutlosigkeit, Größenwahn und Planwirtschaft.“

Dafür steht auch das neue Kabinett, dessen Namen am 15. Dezember 2013 bekannt wurden und das vor allem eines zeigt: An Machiavellismus ist Merkel von niemandem mehr zu überbieten. Dieses Kabinett ist ihr Werk und ihr Werkzeug. Der künftige und frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird ihr Mitstürmer auf dem SPD-Teil des Spielfeldes sein. Steinmeier, ein Bürokrat alten Zuschnitts, ist so loyal wie der neue und alte Innenminister Thomas die Misere de Maiziere. Diese Typen mit Eigenschaften, die Oskar Lafontaine schon als Sekundärtugenden bezeichnet hat, sind die Eckpfeiler dieser Regierung, die jedes Staatssystem verwalten könnte.

Interessant ist auch, dass der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, eine echte Spielernatur, für Wirtschaft und Energie zuständig sein wird. Gabriel hat kein Problem damit. Geht die Energiewende schief (das wird sie), macht er was anderes. Aber Merkel ist die Verantwortung komplett an die SPD los geworden. Das Finanzministerium behält der europhorische Wolfgang Schäuble (CDU). Damit ist sichergestellt, dass aus Berlin kein EU-kritisches Wort in den wichtigen Finanzdingen kommt und die Wahrheit stets unter den Teppich gekehrt wird.

Merkels Konkurrentin Ursula von der Leyen (CDU) ist auf den Verteidigungsposten abgeschoben worden. Ein Schleudersitz, wie schon Franz Josef Jung erfahren durfte. Eine Niederlage deutscher Soldaten, ein Bombardement von Zivilisten, eine größere Quälerei von Rekruten oder sexuelle Übergriffe in der Truppe, und von der Leyen kann zuücktreten. Irgendwas wird in den nächsten Jahren schon passieren, und dann ist Merkel ihre Rivalin los.

Nachdem die Spionage-Geschichte um den amerikanischen Geheimdienst NSA Merkel den Sommer verdorben hat, wurden die Spielverderber in die Wüste geschickt. Kanzleramtschef Ronald Pofalla wurde in die Wüste geschickt, und der bisherige Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) darf sich jetzt um die Bauern kümmern.

Diese Kabinett ist eine Mischung aus Bürokraten, Spielern und Intrigranten. Deutschland hätte Besseres verdient.

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Eine Antwort zu DDR 2.0 mit neuem Kabinett

  1. Hans Huckebein schreibt:

    Wer noch nie die DDR erlebt hat sollte darueber auch nicht urteilen. Es ist wohl einfach im wohlbehueteten Weste zu sitzen un darueber meckern.

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