Energiewende: Leichen pflastern ihren Weg

Na bitte, die nächste Pleite: Die S.A.G. Solarstrom AG in Freiburg teilte am 13.12.13 ihren Konkurs mit. Das Unternehmen mit 200 Beschäftigten ist nach eigenen Angaben herstellerunabhängiger Anbieter von individuell für den Kunden konfigurierten Photovoltaik-Anlagen. Mit eigenen Anlagen produziert das Unternehmen Solarstrom. Zum Leistungsportfolio der S.A.G. Solarstrom AG gehören außerdem Dienstleistungen rund um den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaik-Anlagen, darunter Prognose- und Energieservices, Ertragsgutachten, Fernwartung und Instandhaltung sowie Versicherung und Finanzierung. Der Konzern bietet damit eine umfassende Photovoltaik-Wertschöpfungskette vom Ertragsgutachten über Planung, Bau, Betrieb, Überwachung bis hin zu Optimierung, Repowering oder Rückbau.

Gutgläubige Anleger, die die Energiewende beflügeln wollten, haben auch hier jede Menge Geld verloren. Der Aktienkurs sank von fünf Euro (Ende 2011) auf 1,02 Euro. Das entspricht einem Verlust von 80 Prozent. Die Zinszahlung für eine 2015 auslaufende Anleihe, die am Montag, den 16. Dezember fällig wäre, wird laut Angaben des Unternehmens nicht stattfinden. Das zusätzliche Weihnachtsgeld für Gutmenschen ist damit gestrichen. Wie es mit der Anleihe im Rahmen einer Insolvenz weiter gehen wird, bleibt abzuwarten.

Und jetzt sollte sich jeder anschauen, wie Finanzanalysten und Banken das Unternehmen bewertet haben. Noch bis in das Frühjahr 2013 hinein gab es Kaufempfehlungen für das Schrottpapier von Independent Research GmbH, Bankhaus Lampe AG, Prior Börse und First Berlin Equity Resarch GmbH, obwohl schon länger bekannt ist, dass sich die Solarindustrie im Untergang befindet und für sämtliche Aktien und Anleihen aus dieser Branche es spätestens seit 2012 nur noch ein Empfehlung geben kann: Sofort verkaufen.

Schon lange besteht der Verdacht, dass die Finanzindustrie mit dem politisch-medialen Komplex unter einer Decke steckt und die wirkliche Lage der erneuerbaren Energien durch bewusste Täuschung der Wähler und Anleger beschönigt wird, so dass gutgläubige Mitmenschen ihr Vermögen verlieren können. Verdächtig in diesem Zusammenhang ist auch nach wie vor die seltsam positive Empfehlung der Norddeutschen Landesbank (NordLB) zur ersten „Bürgeranleihe“ für den Stromleitungsbau. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatten die „Bürgeranleihe“ mit Lob überschüttet. Als Spoekenkiekerei und unabhängige Finanzexperten dringend vor Rosstäuscherei und den hohen Risiken dieser „Bürgeranleihe“ warnten, gingen die Bürger auf Distanz und ließen sich nicht mehr zum Kauf dieses höchstens für institutionelle Anleger geeigneten Papiers verleiten. Aber weder von Politik noch von Staatsanwälten wurde bisher untersucht, wie es zu dieser NordLB-Empfehlung für ein Energiewende-Schrottpapier kam.

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