Lafontaine und die Öko-Barbarei

Oskar Lafontaine war schon für manche Überraschung gut. Er brandmarkt in der FAZ vom 12. Dezember 2013 den massenhaften Bau von Windrädern in Deutschland als „Barbarentum der Geldmacherei, die sich als Energieökologie maskiert“. Und er zitiert Botho Strauß: „Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windkrafträdern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht. Es ist die Auslöschung aller Dichter-Blicke der deutschen Literatur von Hölderlin bis Bobrowski. Eine schonungslosere Ausbeute der Natur lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tiefreichende Erinnerungsräume. Dem geht allerdings voraus, dass für die kulturelle Landschaft allgemein kaum noch ein Empfinden lebendig ist. So verbindet sich das sinnliche Barbarentum der Energieökologen dem des Massentourismus.“

Erschütternd gut. Wir erleben gerade den Anfang vom Ende des Ökowahns.

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