Energiewende sinnlos – aus weltweiter Sicht

Da gerät jeder Gutmensch in Verzweiflung: Nach einem Bericht der staatsnahen Nachrichtenagentur adn dpa vom 22. Januar 2014 werden die Schwellenländer den globalen Verbrauch von Energie in den kommenden Jahrzehnten stark nach oben treiben. Dabei würden sie vor allem auf Kohle, Öl und Gas setzen, schreibt adn dpa unter Berufung auf eine Einschätzung des britischen Energiekonzerns BP. Bis 2035 werde jeder dieser fossilen Träger einen Anteil von 27 Prozent am Weltenergieverbrauch erreichen, heißt es in der BP-Prognose. Damit würden 81 Prozent auf fossile Quellen entfallen – der Rest auf Atomkraft, Wasserkraft und erneuerbare Energien. Insgesamt werde der Verbrauch um 41 Prozent zunehmen, wobei 95 Prozent des Wachstums aus den Schwellenländern kommen würden. Dabei soll der Kohlendioxid-Ausstoß um 29 Prozent steigen – „ein Wert weit jenseits aller klimapolitischen Ziele“, jammert adn dpa.

Konkret heißt das: Der Hitzetod kommt, Armageddon ist angesichts dieser Zahlen nicht mehr zu verhindern. Und da hilft es auch gar nichts, wenn der deutsche Michel weiter fleißig Windräder in die Landschaft stellt.

Aber auch im Inland gibt es ganz üble Nachrichten: Vattenfall gibt an, im vergangenen Jahr 63,6 Millionen Tonnen Braunkohle in der Lausitz gefördert zu haben und damit 1,2 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Und Greenpeace hat dieses verbrecherische Treiben nicht verhindern können? Wieder ist es adn dpa, deren Bericht den gutmenschlich orientierten Leser zur Verzweiflung treibt: „Bundesweit stieg die klimaschädliche Stromproduktion aus Braunkohle 2013 auf den höchsten Wert seit 1990.“

Und jetzt hat auch noch der Vorstandsvorsitzende von RWE (das ist wie Vattenfall eines dieser teuflischen Unternehmen mit Atomkraftwerken) damit gedroht, Atommeiler in Deutschland stillzulegen, weil sie sich nicht mehr rechnen würden. Statt froh zu sein, dass die Atomlobby jetzt Einsehen zeigt und selbst gegen den Super-GAU und Fukushima II aktiv wird, regen sich „Energieexperten“ wie Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schon wieder auf. Die schon auf mehreren Kabinettslisten stehende Kemfert spricht von einem „Erpressungsversuch“. Es ist schon seltsam: Erst kann der Atomausstieg nicht schnell genug gehen. Dann kommt endlich Bewegung in die Sache. Und das soll ein Erpressungsversuch sein?

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