Grün-Rot bleibt Schlusslicht bei Öko-Energie

Es ist nun wirklich keine Überraschung, dass es im Heimatland der Energiewende-Pharisäer mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien nicht weit her ist. Die Rede ist von Baden-Württemberg, wo Grün-Rot regiert und eine tolerante und vielfältige Gesellschaft mit regenerativer Energieversorgung schaffen will. Weit gekommen ist die vom grüne Ministerpräsidenten und Vorzeige-Öko Winfried Kretschmann geführte Truppe nicht. Gerade einmal elf Windenergieanlagen wurden im Jahr 2013 im Ländle errichtet. Das ist zwar eine deutliche Steigerung gegenüber 2012, als man in ganz Baden-Württemberg nur auf neun neue Vogelhackmaschinen kam. Aber im Vergleich zu anderen und kleineren Bundesländern ist die Bilanz beschämend. So wurden in Schleswig-Holstein 162 Anlagen neu errichtet und in Rheinland-Pfalz 149.

Der Bestandsbericht des Bundesverbandes Windenergie listet für Baden-Württemberg 391 Vogelhackmaschinen bis Ende 2013 auf. Andere große Flächenländer wie Niedersachsen (5.490 Anlagen) oder Nordrhein-Westfalen (2.984) leisten einen erheblich größeren Beitrag zur Energiewende. Hohe Ziele haben sich Kretschmann und seine bunte Truppe zwar gesetzt. Sie wollen bis 2020 in Baden-Württemberg zehn Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. Dazu müssen 1.100 Windanlagen errichtet werden. Wenn der Bau in diesem Tempo weitergeht, dauert es genau noch 100 Jahre bis zur Zielerreichung.

Der Grund ist natürlich klar: Kaum ein Mensch will diese Propeller im Ländle vor seiner Haustür haben. Der Widerstand ist enorm, und so redet man zwar ständig von der Energiewende, überlässt die Verschandelung der Landschaft aber anderen wie den Niedersachsen, die sich inzwischen wundern, warum bei ihnen immer weniger Erholungssuchende anreisen. Selten hat sich die Verlogenheit der grün-roten Bourgeoisie so schön dokumentieren lassen wie an der Baubilanz der Vogelhackmaschinen in Baden-Württemberg.

Natürlich hat der politisch-mediale Komplex die grün-rote Blamage nach Kräften heruntergespielt. In dem Bericht für den Bundesverband Windenergie und dem Anlagenbauerverband VDMA heißt es vernebelnd, „der Anteil des Südens an der kumulierten Leistung steigt seit 2008 um etwa ein Prozent jährlich an“. Die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa jubelt zwar, „im vergangenen Jahr legte der Ausbau der Windenergie an Land bundesweit deutlich zu“ und berichtet auch über die führende Rolle von Schleswig-Holstein, doch die grün-rote Blamage von Baden-Württemberg wird verschwiegen. Eine Google-Nachrichtensuche ergab lediglich einen Bericht in der Stuttgarter Zeitung, in dem die Zahlen auftauchen, aber in keinen Zusammenhang gesetzt werden. Wie schön, dass die gesamte Qualitätspresse nicht mehr recherchiert, keine unangenehmen Fragen stellt, sondern das grün-rote Energiewendepack deckt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Energiewendemärchen, Grünes Reich, Qualitätsjournalismus abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s