Warum Zeitungen eingehen

Ein Blick in die Zeitungen hilft, um zu erkennen, warum sie eingehen: Sie schreiben an der realen Erkenntniswelt ihrer Leserschaft völlig vorbei. Journalisten haben heute einen Sendungs- und Propagandaauftrag. Die Welt wird nicht mehr so beschrieben, wie sie ist, sondern wie sie aus Sicht von Rot-Grün, Greenpeace und der Sozialindustrie (z.B. Paritätischer Wohlfahrtsverband) sein soll. In den Innenstädten zahlreicher nordrhein-westfälischer Großstädte sieht man vor allem zwei Bevölkerungsgruppen: Hartz 4 und Kopftücher. Die Armutseinwanderung nimmt drastische Züge an. Im Ruhrgebiet gibt es in etlichen Städten inzwischen sogenannte Zigeunerviertel, um die die autochthone Bevölkerung, zu der man im Ruhrpott auch die Türken zählt, einen Bogen macht.

Die Westdeutsche Zeitung aus Düsseldorf sieht das jedoch völlig anders: „Auf der Empörungsskala rangieren Debatten über vermeintliche oder tatsächliche Sozialschmarotzer weit oben. Von einer massenhaften Einwanderung in die Sozialsysteme, wie es die CSU suggerierte, kann keine Rede sein. Gerade einmal 0,7 Prozent der Hartz-IV-Empfänger stammen aus Rumänien oder Bulgarien. So richtig und wichtig es ist, die Aufregung über Missstände nicht im Sande verlaufen zu lassen, so fatal wäre am Ende die Botschaft, dass Ausländer bei uns nicht willkommen sind. Damit würde sich Deutschland am meisten schaden“,schreibt ein qualitätsjournalistischer Vollpfosten namens Stefan Vetter in der Westdeutschen Zeitung.

Er schreibt er dort nicht mehr lange gegen die Realität an. Der Mediendienst „Turi 2“ berichtet, dass die Westdeutsche Zeitung aus dem W. Giradet Verlag bald ohne eigenen Mantel-Teil mit überregionaler Berichterstattung auskommen muss. Der kommt in Zukunft von der Aachener Zeitung. 50 der rund 100 Qualitätsjournalisten werden entlassen. Kein Wunder bei dem rasanten Auflagenverfall: Die verkaufte Auflage der Westdeutschen Zeitung fiel von 107.845 im vierten Quartal 2011 auf 97.190 im vierten Quartal 2013. Das sind minus 9,98 Prozent.

Das Problem falscher Berichterstattung und Propaganda betrifft nicht nur die Sozial- und Innenpolitik. Der Altmeister des seriösen deutschen Journalismus, Peter Scholl-Latour, sagt: “Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis WELT, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt.”

Und deshalb werden allenthalben die Abos abbestellt.

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