Friedensnobelpreis für Putin

Wie sich doch die Zeiten ändern. Bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der deutschen Kapitulation am 9. Mai in Moskau war der neue Zar Wladimir Putin völlig allein. Kein hochrangiger Gast aus dem Westen mochte mit Putin den Sieg über die deutschen Faschisten im Großen Vaterländischen Krieg feiern. Kanzlerin Angela Merkel kam nicht mehr, und nicht einmal eine Delegation der Bundeswehr war da. Im Gegenteil, es herrschte allgemeine Empörung, als Putin ebenfalls am 9. Mai auf der früher von deutschen Truppen besetzten Krim landete und dort eine Parade auch zum Wiedergewinn dieses Stückchens russischer Erde abnahm.

Lieber unterstützen westliche Politiker wie der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) das Regime in der Ukraine, wo kürzlich unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und örtlicher Vertreter des Regimes des Jahrestages der Aufstellung einer SS-Division mit einheimischen Kräften gedacht wurde. Diese SS-Division hatte die deutschen Faschisten im Kampf gegen die Rote Armee unterstützt und damit dazu beitragen, den – allerdings unausweichlichen – Sieg der friedliebenden sozialistischen Kräfte im Großen Vaterländischen Krieg zu verzögern.

Während dessen räumt ein Freund von Steinmeiers Vorgänger Guido Westerwelle (FDP), ein gewisser Assad, in Syrien die Reste des „arabischen Frühlings“ weg. Steinmeier, der Assad unbedingt weghaben wollte und damit Israels geschützte Nordflanke geöffnet hätte, schaut peinlich weg und fordert lieber freie Wahlen in der Ukraine. Was macht er nur, wenn die Faschisten dort gewinnen?

Wir wissen es schon. Die Berliner Politik-Amateure werden sich schnellstens drehen, Putin in Jalta besuchen und dort gemeinsam zum Kampf gegen die Faschisten in der Ukraine aufrufen. Anschließend werden Nato-Truppen zum Schutz von Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Vielfalt und Toleranz die West-Ukraine besetzen. Nach einem dringenden Hilferuf an Putin werden russische Truppen zum Kampf gegen die Faschisten aufbrechen, die sich in den unbesetzten Teil der Ukraine zurückgezogen haben. Die Aufteilung des Landes in antifaschistische Schutzzonen war vorher in Jalta in einem Geheimvertrag vereinbart worden. Als dies bekannt wird, klagen die deutschen Oppositionsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke beim Bundesverfassungsgericht, weil die Beteiligungsrechte des Bundestages beim Abschluss des Geheimvertrages nicht beachtet worden seien.

Nach Ende der Kämpfe erhalten Frankreichs Staatschef Francois Hollande, Merkel und Putin den Friedensnobelpreis. Daraufhin ziehen die deutschen Oppositionsfraktionen ihre Klage vor dem Verfassungsgericht zurück. US-Präsident Barack Obama, dessen Marines bei der Befreiung der Ukraine vom Faschismus eine entscheidende Rolle spielten, bekommt den Friedensnobelpreis zum zweiten Mal.

Trotz zahlreicher Appelle besonders aus der deutschen Zivilgesellschaft verweigert das Nobelpreiskomitee Assad die begehrte Auszeichnung, auch wenn seine Rolle bei der Befriedung Arabiens und der Versöhnung mit den Nachbarländern gewürdigt wird. Er wird statt dessen Ehrenpräsident der deutsch-arabischen Gesellschaft und darf am Tag der Menschenrechte vor der Uno-Vollversammlung eine Rede halten.

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