Da haben wir den IBAN-Salat

Um alles schön einheitlich in Europa zu machen, wurden die bewährten deutschen Bankleitzahlen und Kontonummern abgeschafft und durch die 21-stellige IBAN ersetzt. Eine etwas kürzere BIC muss auch noch bei Überweisungen eingegeben werden. Erfunden worden ist dieser Blödsinn von den USA, deren Regierung in einem lichten Moment aber beschloss, die Zahlenkolonnen ihren Bürgern nicht zumuten zu wollen. Was die Leute wollen, spielt in Europa schon längst keine Rolle mehr, und so haben wir den Nummernsalat bekommen mit der Folge, dass kein Mensch mehr seine Kontonummer kennt.

Folgen bekommen ältere Bürger zu spüren, die nicht mehr klar kommen und folglich zum Beispiel nichts mehr spenden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bekommt seit der IBAN-Einführung kaum noch Spenden.

Jüngere Menschen wissen sich besser zu helfen: Sie wickeln Zahlungsvorgänge verstärkt über Paypal und andere Anbieter ab. Da reichen für den Zahlungsvorgang die Email-Adresse und ein Passwort. Der Agentur Reuters berichtete am 18. Juni 2014, dass bereits ein Viertel aller deutschen Internet-Käufe über Paypal abgewickelt wird. Da kriegen unsere Banken, die bisher kräftig am Zahlungsverkehr verdienen, ein gewaltiges Problem.

Der vom Brüsseler EUdSSR-Zentralkomitee mühsam entwickelte einheitliche europäische Zahlungsraum (SEPA) ist nichts weiter als ein bürokratisches Monster geworden. Der Markt war mit Paypal und anderen wie immer schneller.

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