Biogas verschlingt Bremen

Der Flächenverbrauch durch die Energiewende ist enorm. Das massenhafte Aufstellen von Windrädern führt nicht nur zum Zerschreddern unserer Vogelwelt und einer Veränderung der deutschen Kulturlandschaft, so dass es selbst eingefleischten Sozialisten wie Oskar Lafontaine schon die Tränen in die Augen treibt. Auch die Landschaft wird öder. Soweit das Auge reicht, sind in vielen Gegenden Deutschlands nur noch Maisfelder zu sehen. Der Mais wird für Biogasanlagen gebraucht. Die Folgen haben die Grünen immer zu Recht beklagt: Bodenerosion, Vergiftungen von Mensch und Tier durch Unkrautvernichtungsmittel, Artensterben.

Heute wollen die Grünen (Viele von ihnen sind an Biogasanlagen finanziell beteiligt) nichts mehr von früherer Kritik wissen. Statt dessen kritisieren sie die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeschlagenen und vom Bundestag am 27. Juni 2014 beschlossenen Einschränkungen bei der Erzeugung von Biogas. Abgesehen von der Explosionsgefahr und den Gefahren von Oberflächen- und Grundwasserverunreinigungen durch Biogasanlagen verdanken wir einem Bericht der staatsnahen Nachrichtenagentur adn dpa weitere Erkenntnisse zur Vermaisung der Landschaft, die auch zur Ausrottung von bodenbrütenden Vogelarten führt. „Sobald der erste Mais hochkommt, werden Unkräuter weggespritzt. Und dem fallen dann auch die Nester zum Opfer“, zitiert adn dpa die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel.

Gabriel hat den „Ausbaupfad“ für Biogasanlagen auf 100 Megawatt im Jahr beschränkt. Sollte es zum Neubau in dieser Größenordnung kommen, würde dadurch Anbau von Mais auf einer Fläche von 40.000 Hektar notwendig, so die Berechnung der Naturschutzbehörde. Zur Orientierung: Bremen hat eine Fläche von 32.600 Hektar. Damit geht durch den Neubau von Biogasanlagen jedes Jahr eine Fläche fast von der Größe Bremens verloren. Tierarten und Pflanzen sind dadurch vom Aussterben bedroht. Das bisher hier angebaute Getreide muss aus dem Ausland bezogen werden – und in letzter Konsequenz führt die deutsche Energiewende zur Zerstörung der tropischen Regenwälder. Energiewende ist – auch – Neokolonialismus übelster Sorte.

Auch die Windenergie führt zu erheblichem Flächenverbrauch: Dazu stand in der FAZ am 28. Juni 2013 ein Beitrag von Erich Künzler, des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Bautzen: “Gegenüber konventionellen Energien haben zudem erneuerbare Energien einen erheblich größeren Flächenbedarf. Konflikte mit dem Landschaftsschutz und dem Naturschutz sind zwangsläufig. Der Flächenbedarf etwa für Windkraftanlagen wird mit bis zu etwa 4.000 Quadratkilometer geschätzt.” Das entspricht fast der Fläche des Ruhrgebiets (4.435 Quadratkilometer), die für die Windenergieanlagen gebraucht wird.

Hoffen lässt der Aufsatz von Gerichtspräsident Künzler: “Es darf daran erinnert werden: Gerichte überprüfen, ob Gesetze, Richtlinien, Verordnungen eingehalten werden, die der Normgeber mit einem bestimmten Inhalt erlassen hat. Wer Normen – sei es auf deutscher oder europäischer Ebene – beschließt, sollte nicht wirklich entrüstet sein, wenn Gerichte die Einhaltung dieser Normen überprüfen – das wird auch bei der Energiewende so sein.”

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