Da haben wir den Mais

Es stand in vielen Gazetten, kam durchs Radio, und las sich bei der staatsnahen Agentur adn dpa so: „Naturschützer sind besorgt über einen drastischen Rückgang des Grünlandes in Deutschland.“ Von 2009 bis 2013 hätten die für Kleintiere, Insekten und Pflanzen wichtigen Wiesen- und Krautflächen um 82.000 Hektar abgenommen, was ein Rückgang von 7,4 Prozent sei, meldete adn dpa am 2. Juli 2014. Der Leser erfährt noch, dass laut Grünland-Report des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die „Intensivierung der Landwirtschaft“ ein zunehmender Grund für den Umbruch von Grünland sei. Und in der taz berichtet am 3. Juli 2014 ein Qualitätsjournalist namens Jost Maurin, dass durch den Grünland-Umbruch eine Fläche von der Größe der Hauptstadt Berlin verloren gegangen sei. Der Leser erfährt nicht nur, dass die Bestände des auf Feuchtwiesen lebenden Kiebitz um 75 Prozent zuückgegangen sind, sondern dass Grünland das Treibhausgas Kohlendioxid speichert.

Den wahren Grund erfahren die Leser natürlich nicht: Die Wiesen werden umgepflügt, um Mais anzubauen, der dann in Biogasanlagen wandert, um Strom für die Energiewende zu erzeugen, damit der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert wird. An Biogasanlagen und dem dafür notwendigen Maisanbau verdienen sich grüne Umweltverbrecher Investoren eine goldene Nase angesichts der hohen Subventionen, die die Berliner Politik für die Zerstörung der deutschen Kultrlandschaft bezahlt.

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