Blockparteien weiter ohne Mehrheit

Während die Berliner Blockparteien die Verantwortung für den erfreulichen Aufstieg der „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen am 14. September 2014 in gewohnter Manier hin- und herschieben und sich in gegenseitigen Vorwürfen ergehen, fällt damit das eigentliche Ergebnis der beiden Wahlgänge unter den Tisch. Das ist auch so beabsichtigt, denn sonst würde es für CDU/CSU, SPD, Linke und Grüne (die untote FDP lassen wir jetzt mal weg) peinlich, denn der Berliner Reichstagsblock erzielte bei keiner Wahl eine Mehrheit. Bezogen auf die Zahl der Wahlberechtigten erhielten SPD, CDU, Linke und Grüne in Brandenburg 37,55 Prozent und in Thüringen 41,41 Prozent. In Sachsen waren es auch nur 38 Prozent gewesen.

Im mit der Demokratieabgabe gestärkten Fernsehen wurde – versehentlich – eine Umfrage veröffentlicht, welche Motive die Leute vom Gang zur Wahlurne abhält. In den Antworten war nackte Wut zu spüren. Die Leute sind der Auffassung, es ändere sich durch Wahlen sowieso nichts und die eigentliche Probleme wie Kriminalität, Ausländerzuzug, Geburtenrückgang, der fortschreitende Verfall des Landes und Währungsschwäche würden von der Politik nicht einmal angesprochen.

Die Leute haben die Faust in der Tasche. Es ist die Frage, wann sie die Faust herausholen werden.

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