Und jetzt Biermann

Es bleibt einem wirklich nichts erspart in diesem vielfältigen und toleranten Land. Die Berliner Blockparteien holen sich zum Gedenken an den Mauerfall vor 25 Jahren keinen anderen als ausgerechnet Wolf Biermann in den Reichstag. Der Berliner Hinterhofbänkelsänger wurde erstmals bekannt, als er 1976 von den SED-Kommunisten ausgebürgert wurde – eine der wenigen Maßnahmen, für die das Ost-Berliner Regime großen Beifall vom Volk erhielt. Denn dieser Biermann, der weder singen noch dichten kann, ist einfach nur ein renitenter Linksextremist, der den Kommunismus übelster Prägung auch mit Gewalt durchsetzen will und mit der Freiheit, die die Menschen in der DDR 1989 erkämpften, zu keinem Zeitpunkt etwas im Sinn hatte: „Der rote Stern an der Jacke, im schwarzen Bart die Zigarre / Jesus Christus mit der Knarre / – so führt uns Dein Bild zur Attacke“, heiß es in seinem Lied „Che Guevara“. Vielleicht singt er das zur Freude der Zivilgesellschaft am Freitag im Reichstag. Vielleicht spendet er auch sein Honorar vom Bundestag. Das tut Biermann gerne. So erhielt ein gewisser Horst Mahler von ihm 10.000 Mark (über den Republikanischen Club Westberlin). Mahler war damals Anwalt von Linksterroristen und sitzt heute wegen irgendwelcher Nazi-Delikte im Knast. Extremisten verstehen sich.

Zur Freude der Unterstützer der linksextremistischen Terrorbande RAF (Rote Armee Fraktion) dichtete Biermann: „Was damals noch der Jud‘ war / ist heute der Sympathisant“. So einer, der besser die Klappe halten und nichts mehr sagen und schon gar nicht mehr singen sollte, darf jetzt im Bundestag reden. Das ist Selbstaufgabe der Demokratie. Oder hat die längst stattgefunden?

Hätten die Blockparteien mal einen der großen Schriftsteller unserer Zeit geholt. Botho Strauß hätte sich angeboten. Er hätte über den traurigen Zustand des Landes reden und dabei wiederholen können: „Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windkrafträdern zu spicken, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht. Es ist die Auslöschung aller Dichter-Blicke der deutschen Literatur von Hölderlin bis Bobrowski. Eine schonungslosere Ausbeute der Natur lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur die Lebens-, sondern auch tiefreichende Erinnerungsräume.“ Diese und andere Wahrheiten wollen die Blockparteien nicht hören. Dann lieber das Kommunisten-Kauderwelsch von Biermann, garniert mit linksgrünversifftem Genderwortmüll.

Überhaupt wollen die Blockparteien da, wo sie noch was zu sagen haben, nur hören, was ihnen gefällt. Kritische Geister kommen ihnen nicht mehr ins Haus. Noch heute sitzt der Schock tief, als ihnen Papst Benedikt XVI. am 22. September 2011 im Reichstag die Leviten las: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat anderes als eine große Räuberbande?“ Es zeigt sich immer klarer, wie richtig der Heilige Vater die Situation eingeschätzt hatte. Mit der Freiheit, die die Menschen 1989 erstritten, wollen diese Blockparteien nichts zu tun haben. Aus dieser Sicht ist die Einladung an Biermann, den Verherrlicher von Unterdrückungsideologie, nur konsequent.

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