Schröder und Krenz sollten die Klappe halten. Basta

So viel Bier und Schnaps gibt es in ganz Deutschland nicht, wie man angesichts der Feierlichkeiten zum Fall der Mauer vor 25 Jahren ausspeien müsste. So bezeichnete der frühere DDR-Staatsratschef Egon Krenz (SED, heute Linkspartei) die DDR-Grenzsoldaten als Helden. „Das sind die eigentlichen Helden des 9. November! Die Gefahr, dass der Abend in einer Katastrophe hätte enden können, war äußerst groß“, sagte Krenz der „Mitteldeutschen Zeitung“ in Halle, deren Qualitätsjournalisten unbedingt mit Krenz ein Interview meinten führen zu müsse. Dazu kann man nur sagen, der Brandstifter Krenz (wurde wegen des Schießbefehls verurteilt) hält sich für die Feuerwehr. Und Journalisten, die Krenz‘ Aussagen transportieren, sind keinen Deut besser.

Aber es kommt noch schlimmer. Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der zu Mauerzeiten nur zu gerne mit den Ost-Berliner Kommunisten saufen ging, hat den 9. November als besseres Datum für einen nationalen Feiertag bezeichnet als den 3. Oktober. Der Novembertag stehe „wie kein anderer symbolhaft für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom, 7. November 2011. Dort konnten die Qualitätsjournalisten offenbar keinen besseren Interviewpartner finden. Wie wäre es mit einer Mutter eines Maueropfers? Was empfindet eine Mutter, wenn ihr Kind von den Kommunisten erschossen wird?

Ist ja alles irgendwie peinlich und passt nicht in die Zivilgesellschaft. Dann doch lieber Schröder: Er betonte, am 25. Jahrestag des Mauerfalls gelte es zuerst den Ostdeutschen zu danken, die mit ihrer Unerschrockenheit die Mauer zum Einsturz gebracht hätten.

Und hier ein für sich sprechendes Originalzität von Schröder, was er wirklich von der deutschen Einheit hielt: „Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen der Weidereinigung belügen. Es gibt sie nicht. Und es gibt wichtigere Fragen der deutschen Politik in Europa“, ließ der spätere Basta-Kanzler Bundes- und DDR-Bürger wissen. Das war am 12. Juni 1989 – wenige Monate vor dem Mauerfall und ein gutes Jahr vor der Einheit. Schröder könnte Anwärter auf einen alternativen Nobelpreis für historische Irrtümer werden.

Denn Schröder hatte noch mehr drauf: Am 27.- September 1989, wenige Wochen vor dem Mauerfall, bezeichnete Schröder eine auf Wiedervereinigung ausgerichtete Politik als „reaktionär und hochgradig gefährlich.“ Da fällt einem nur noch Harald Juhnke ein: „Mann, bist Du blöd.“

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