Solaranlagen ohne TÜV

Der deutsche Gutbürger und Linksgrünmichel würde nie eine Scheibe Rindfleisch essen, wenn nicht gesichert wäre, dass dem Tier vor der Schlachtung seine Rechte vorgelesen wurden, dass es nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ernährt und nicht qualvoll transportiert und geschlachtet wurde. Für klein Sophia-Lenah gibt es nur Anziehsachen und Spielzeug, wenn feststeht, dass die Artikel nicht durch Kinderhände produziert wurden und klimaneutral erzeugte Materialien benutzt wurden.

Auf dem Dach seines von den Eltern geerbten Einfamilienhauses in Berlin-Grunewald, München-Grünwald oder Hamburg-Eppendorf befinden sich selbstverständlich Solarzellen, und im Keller stehen die für die Stromerzeugung notwendigen Gerätschaften. Und hier erkennen wir unseren Linksgrünmichel plötzlich nicht mehr wieder: Es ist ihm völlig wurscht, wenn aus den Solaranlagen auf dem Dach giftiges Cadmium und Blei in das Zimmer von Sophia-Lenah tropft. Und es ist ihm völlig egal, dass die neue Batterieanlage (dann kann der Michel auch nachts eine Mail mit Solarstrom an die ZEIT schreiben) im Keller nicht vom TÜV abgenommen werden muss.

Das muss man sich einmal vorstellen: In Deutschland muss jedes Auto regelmäßig zum TÜV, aber die Leute können sich Stromerzeugungsanlagen aufs Dach stellen und in den Keller packen, ohne dass irgendein Prüfer die Anlagen abgenommen hätte. Immerhin hat der TÜV Rheinland jetzt zusammen mit Herstellern und Verbänden einen Sicherheitsleitfaden für die Batteriesysteme im Keller erstellt. Aber: „Der neue Sicherheitsleitfaden stellt keine Norm da, sondern ergänzt den aktuellen Stand der Technik“, schreibt der TÜV. Der ganze Energiewendebereich ist – abgesehen von den Preis- und Einspeisevorschriften (EEG) offenbar ein völlig rechtsfreier Raum, was auch daran deutlich wird, dass das Aufstellen von 200 Meter hohen Windkraftanlagen (das sind Industrieanlagen) inzwischen selbst in Waldgebieten möglich ist. Früher kämpften die Grünen für jeden Baum, heute wollen sie grüne Dividende kassieren, auch wenn das in vielen Fällen (Prokon) schief geht.

Müssen erst ganze Familien durch Energiewendetechnik ausgelöscht werden, oder sollte man besser vorher was ändern?

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