Bundeswehr und Migrantenstadl

Wer morgens Deutschlandfunk hört, kann sicher sein, mitten im Fluss der Zeit zu schwimmen. Ständig wird vom Kampf der guten Zivilgesellschaft gegen böse Nazis berichtet, stramm kämpft der Sender mit Reportagen von Sabine Adler gegen Wladimir Putin und andere Verbrecher. Direkt danach geht es gegen Fracking, TTIP und gegen Klimaleugner: Der Zuhörer soll sicher sein, auf der richtigen Seite zu stehen. Der Deutschlandfunk war seit der ersten Sendestunde systemtreu, und deshalb wurde er schließlich auch gegründet.

Manchmal scheint aber selbst dem Kölner Staatssender die vielfältige und tolerante Zivilgesellschaft zu viel zu werden. So berichtete der Qualitätsjournalist und sicherheitspolitische Berichterstatter Rolf Clement, der dem Verteidigungsministerium seit Jahrzehnten über alle Ministerwechsel hinweg treu ergeben ist, über die Unterbringung von Migranten in ehemaligen Kasernen. Am 18. November 2014 war morgens in dem Sender von Clement zu hören, nach dem Auszug der Soldaten mussten die Gebäude erst mit hohen Investitionskosten auf „Flüchtlingsniveau“ gebracht werden. Die bei der Bundeswehr übliche Ausstattung der Quartiere reicht also nicht für Leute, die in ihren Herkunftsländern möglicherweise noch keine Toilette mit Wasserspülung und keine Zentralheizung gesehen haben.

Damit ist klar, was die deutsche Zivilgesellschaft von den Soldaten hält: nichts, denn sonst hätte sie sie besser untergebracht. Frühere Herrscher konnten es sich nicht erlauben, ihre Truppen schlecht zu behandeln, sonst standen die Soldaten meuternd vor den Residenzen. Aber selbst zu einer Meuterei ist diese Von-der-Leyen-Armee nicht mehr fähig.

Armes Deutschland. Wenn es keine eigene Armee mehr ernähren kann, dann wird es bald eine fremde Armee ernähren müssen.

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