Voller Erfolg in Afghanistan

Der Einsatz der westlichen Armeen einschließlich der Bundeswehr zum Wiederaufbau und zur Befriedung Afghanistans war ein voller Erfolg. In dem Land wird jetzt mehr Schlafmohn zur Produktion von Opium und anderen Rauschgiften angebaut als je zuvor. So teilte das UN-Büro zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität mit, die Opiumproduktion habe in diesem Jahr um 17 Prozent auf 6.400 Tonnen zugelegt. Von solchen Wachstumsraten träumen die europäischen Volkswirtschaften. Während der Leiter der UN-Drogenbekämpfung, Jean-Luc Lemahieu, offen zugibt, man sei gescheitert, schwafelt die Bundesregierung in Afghanistan-Fortschrittsbericht, in Afghanistan sei viel erreicht worden, „aber wir sind noch lange nicht am Ziel“. Ein besonderer Vollpfosten ist offenbar der Bundeswehr-General Carsten Jacobsen, der trotz des offensichtlichen Scheiterns aller Militärmissionen (westlich wie russisch) immer noch Siegesmeldungen verbreitet. Die Gewalt in dem Land gehe kontinuierlich zurück, behauptet der General, der redet wie Hitlers Generäle Mitte 1944, als sie – die völlige Niederlage schon vor Augen – immer noch den „Endsieg“ planten.

Das Abenteuer Afghanistan hat den deutschen Steuerzahler 2,9 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe gekostet, die in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwunden ist. Der Drogenanbau könnte nicht so florieren, wenn die internationalen Truppen nicht für eine rudimentäre Infrastruktur gesorgt hätten. Somit hat der Einsatz der Bundeswehr zur Vergiftung unserer Kinder mit Rauschgift beigetragen.

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