Osmanen drehen durch

Nachdem Kanzlerin Angela Merkel erklärt hat, der Islam gehöre zu Deutschland, kennen die neuen Osmanen in Ankara kein Halten mehr. So verglich der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu die Pegida-Bewegung in Dresden mit dem Islamischen Staat, der in unmittelbarer Nähe der Türkei den Menschen mit brutaler Gewalt den wahren Islam näherbringt. Davutoglu erklärte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in der offenbar jetzt auch schon jeder Trottel zu Wort kommt, Pegida und Islamischer Staat hätten eine „mittelalterliche Mentalität“. Er verwies auf die Stadt Mossul im Nordirak, die jetzt zum Islamischen Staat gehört. Die Islamisten hätten dort Kirchen zerstört und dies damit gerechtfertigt, dass Mossul eine islamische Stadt und nur für Muslime sei. „Das ist dieselbe Logik wie die von Pegida, dass Deutschland nur den Christen gehöre“, sagte Davutoglu. „Das ist doch eine mittelalterliche Mentalität.“ Inzwischen verglich dieser moslemische Vollpfosten den israelischen Premierminister Benjamin Netanjau mit den Attentätern von Paris. Sie alle hätten Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt.

Man muss sich mit den Beleidigungen dieses geistigen Dünnbrettbohrers nicht inhaltlich auseinandersetzen. Solche Leute gehören sofort ausgewiesen aus Deutschland oder sollten erst gar nicht eingeladen werden. Ernst zu nehmen ist nur die Nicht-Reaktion der Bundesregierung auf die Vorhaltung, zehntausende friedliche Demonstranten in Dresden und anderswo seien Terroristen. Eine Regierung, die sich vor ihr Volk stellen würde, hätte wenigstens den türkischen Botschafter einbestellt. Auch der Bundespfaffe hätte sich dazu äußern können, dass zehntausende Leute, die nach einer Untersuchung der Universität Dresden gut gebildet und arbeitsam sind, alles andere als Terroristen sind.

Nichts geschah, und von den Blockparteien gab es nur eine inhaltliche dünne Pressemitteilung des CSU-Generalsektretärs Andreas Scheuer, der feststellte: „Bayern ist und bleibt ein christlich geprägtes Land.“ Offenbar gilt das schon für den Rest Deutschlands nicht mehr.

Noch zu Zeiten der christlich-liberalen Regierung in Berlin hatte der damalige Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wenigstens etwas Arsch in der Hose, als er den türkischen Botschafter einbestellen ließ. Nachdem deutsche Politiker und Regierungsmitglieder es gewagt hatten, ein paar Bemerkungen zu Polizeimaßnahmen gegen Demonstranten in der Türkei zu machen, hatte der dortige EU-Minister Egemen Bagis die Berliner Regierung vor Spielchen im Zusammenhang mit dem geplanten EU-Beitritt der Türkei gewarnt und gesagt: “Wenn Frau Merkel nach innenpolitischen Themen für ihren Wahlkampf sucht, dann sollte das nicht die Türkei sein.”

Wer suchen kann, findet ganz andere Äußerungen von türkischer Seite, die nicht nur zur Einbestellung eines Botschafters, sondern sogar zum Nachdenken über den Abbruch von diplomatischen Beziehungen anregen sollten. So sagte der türkische Premier Erdogan am 10. Februar 2008 in der Kölnarena vor 20.000 in Deutschland lebenden Landsleuten: “Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.” Damit schickte Erdogan die ganze Integrationspolitik der deutschen Politiker und Gutmenschen zum Teufel. Man hätte gewarnt sein können, was die Person Erdogan betrifft, der uns 1997 auch Folgendes lehrte: “Die Demokratie ist nur ein Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.”

Und so was ist in der NATO und will in die EU? Das alles greifen die deutschen Qualitätsmedien natürlich nicht auf, von einer Ausnahme abgesehen: Christoph B. Schiltz kommentiert in der WELT: „Brüssel muss die Beitrittsverhandlungen mit dem Autokraten Erdogan endlich stoppen.“

Auch der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin fand klare Worte und kritisierte scharf Merkels Gerede, dass der Islam zu Deutschland gehöre. „Nimmt man sie als Tatsachenbeschreibung, dann ist sie banal“, sagte Sarrazin dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Denn natürlich sind vier Millionen in Deutschland lebende Menschen islamischen Glaubens ein Teil dieses Landes, nicht mehr und nicht weniger als ein bayerischer Trachtenverein, der braune Sumpf der NSU oder rote Socken in der Brandenburger Provinz.“ Das alles und noch viel mehr gehöre zu Deutschland, darunter auch die in Deutschland aufgewachsenen radikalen Salafisten, die für die Terrormiliz IS in Syrien und Irak kämpfen.

„Nimmt man dagegen die Aussage als Behauptung, der Islam sei ein historisch gewachsener Bestandteil der deutschen Kultur, Tradition und Lebensart, dann ist die Antwort nein“, sagte Sarrazin weiter. Als „geoffenbarte Religion“ habe der Islam zudem wie alle Religionen „keine objektiv fassbare Gestalt, sondern ist das, was Muslime glauben“, fügte er hinzu. Jede Interpretation sei genauso gültig wie die andere.

„Das Problem des Islams ist es ja gerade, dass so viele demokratiefeindliche, gewalttätige Interpretationen dieser Religion in Umlauf sind und das Weltgeschehen bestimmen“, betonte Sarrazin. Diesem Thema weiche die Bundeskanzlerin aber aus. Dem türkischen Ministerpräsidenten Davutoglu, so Sarrazin weiter, „würde übrigens niemals der Satz von den Lippen gehen, das Christentum sei ein Teil der Türkei“. Dort habe man ja den Anteil der Christen seit 1918 „mit Erfolg von 25 Prozent auf jetzt unter ein Prozent vermindert und ist darauf auch stolz“.

Der bekannte Islamkritiker und Politologe Hamed Abdel-Samad stellte die Frage, ob die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland gehöre und was denn mit dem Dschihad und mit der Polygamie sei. „Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind?“

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