Griechenland: Es ist vorbei

Die Anschläge von Paris und das Trommelfeuer der Systemmedien gegen Pegida dürfen den Blick auf andere Entwicklungen nicht verstellen. So ist klar: Griechenland hat es hinter sich, egal wie die Wahlen ausgehen werden. Und die jüngsten Turbulenzen um den Euro sind nur der Anfang einer Katastrophe. Wir lesen in einer Pressemitteilung der Deutschen Industriebank (IKB), die sich angesichts der eigenen Geschichte mit Pleiten bestens auskennt: „Die unsichere wirtschaftliche Zukunft Griechenlands ist ein Beweis für die Ermüdung der fiskalischen Konsolidierungsanstrengungen („fiscal fatigue“). Dieses Phänomen ist in der Literatur schon länger bekannt: Bei einer sehr hohen Schuldenquote sinkt die Bereitschaft und Fähigkeit der Politik, Gegenmaßnahmen in Form von ansteigenden und anhaltenden Primärüberschüssen zu ergreifen, um eine Stabilisierung oder Reduzierung der Schuldenquote sicherzustellen.

Deshalb sind weniger der mögliche Wahlausgang oder der Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone entscheidend; sondern die Erkenntnis, dass Griechenland angesichts aktueller wirtschaftlicher Daten und einer Schuldenquote von 175 % des Bruttoinlandsprodukts den Punkt überschritten hat, an dem eine fiskalische Konsolidierung umsetzbar ist. Dies wird durch die anhaltende politische Krise bestätigt, die jegliche Verbesserung des Investitionsvertrauens belastet.“

Die IKB befürwortet einen Verbleib des Landes im Euro und will einen neuen Schuldenschnitt, der nach anderen Berechnungen Deutschland bis zu 40 Milliarden Euro kosten könnte – zahlbar sofort netto Kasse. Das Geld wäre jedoch ebenfalls fällig, wenn Griechenland aus dem Euro fliegen würde. Dann kämen aber wenigstens keine neuen Rechnungen aus Athen mehr. In Berlin will man die näherrückende neue Eurokrise jedoch genausowenig wahrhaben wie seinerzeit das Überschreiten der Oder durch sowjetische Truppen. Dabei verlautet selbst aus der Europäischen Zentralbank (EZB) des Geldfälschers Mario Draghi bisher Undenkbares: Nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Jozef Makuch (Slowakei) könnte die Eurozone einen Austritt Griechenlands verkraften. Na bitte, es geht doch. Auf geht’s!

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