Anschläge gegen ganz normale Leute

Die Zusicherung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Demonstrationsrecht werde geschützt, war wie erwartet nichts wert. Bei der Demonstration von Legida in Leipzig am 21. Januar 2015 konnten über 10.000 Demonstranten nicht rechtzeitig zur Kundgebung, weil der linke Mob verbotenerweise die Straßen blockierte und die Polizei den Weg nicht freimachte. So konnte das Qualitätsmedium „Tagesschau“ von nur 5.000 Legida-Demonstranten berichten und von einer massiven Überzahl der Gegendemonstranten. Dieser Tenor fand sich auch bei Spiegel online.

Dort liefen Roland Nelles und seine Fälscher Mannen zur Hochform auf: Jeder Dreck, der geworfen werden konnte, wurde auch Richtung Pegida und Legida geworfen. Da man es schon mit zwei Demonstrationsbewegungen zu tun hat, kann der Eindruck der Zerstrittenheit vermeldet werden: „Dresdner Original distanziert sich von Legida.“ Dass Pegida-Leiter Lutz Bachmann seinen Rücktritt erklärt hat, wird nicht nur bei Spiegel online groß gemeldet, sondern die Nachricht beherrscht den gesamten medialen Komplex. Erstaunlich für einen Menschen (ob mit Hitler-Bart oder ohne), den vor 14 Tagen niemand kannte. Nan erfährt, dass die Stadtverwaltung in Leipzig die Beleuchtung öffentlicher Gebäude ausknipst. Und selbst die KZ-Gedenkstätte Buchenwald kämpft gegen rechts: Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) dürfen dort keinen Kranz niederlegen. Das wäre für die Überlebenden ein „Schlag ins Gesicht“. Was sollen eigentlich KZ-Überlebende gegen Euro-Kritiker haben.? Und was ist, wenn die eines Tages alle gestorben sind? Darf die AfD dann Kränze niederlegen?

Dass es in Leipzig Anschläge auf Bahnstrecken gegeben hat, der Hauptbahnhof gesperrt und der Bahnverkehr weitegehend lahmgelegt war, wurde zähneknirschend vermeldet, und auch der Zusammenhang mit Legida war von Spiegel online nicht mehr zu leugnen. Dass Brandanschläge auf die Bahn aber zum Standard-Repertoire linker zivilgesellschaftlicher Gruppen gehören, kam bei Spiegel online nicht vor. Die Leute müssen ja nicht alles wissen.

Bermerkenswertes lesen wir in der FAZ, die Respekt vor dem Volkswillen zeigt, für den sich weder der Bundespfaffe noch die Kanzlerin, die die Teilnahme an Pegida quasi verboten hat, interessieren. Die Zeitung beobachtete: „In Dresden rufen, meistens voll aufrichtiger Empörung, im Sprechchor vereinte Demonstranten eine Fußballhalbzeit lang ,Faschistenpack‘ – und sehen unterdessen ganz normale Leute an sich vorüberziehen.“

Und mit diesen ganz normalen Leuten will die Regierung keinen Dialog. Das wird nicht gut gehen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alle gegen rechts, Islam gehört zu Deutschland, Qualitätsjournalismus abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s