Das Erbe des Kardinals von Galen

Von einem katholischen Geistlichen ist folgende Äußerung bekannt: „Wenn man sagt, das ganze deutsche Volk und jeder von uns sei mitschuldig an den Verbrechen, die in fremden Ländern und im deutschen Land, die vor allem in den Konzentrationslagern begangen sind, so ist das gegen viele von uns eine unwahre und ungerechte Beschuldigung. Darum fort mit der unwahren Beschuldigung, die behauptet, alle Deutschen seien mitschuldig an den Schandtaten, die im Kriege geschehen sind, seien mitverantwortlich für die Gräueltaten in den Konzentrationslagern.“

Für dieses Zitat würde der Verfassungsschutz heute eine Akte anlegen, der Staatsanwalt ermitteln, die Zivilgesellschaft bekäme Schnappatmung, Tausende würden zu Mahnwachen für Vielfalt und Toleranz laufen – der Bundespfaffe an der Spitze. Und der Bischof von Münster würde sich angesichts der Äußerung dieses Priesters in seiner Diözese „mit Nachdruck von seinem völlig verzerrten Bild von Geschichte und Gegenart“ distanzieren. Denn der Geistliche lege mit seinen Äußerungen, für die er seine Autorität als Pfarrer und Priester missbrauche, „die Grundlagen für rechte Ideologien, für Fremdenfeindlichkeit und für ein Gegeneinander der Religionen, die in der katholischen Kirche keinen Platz haben.“

So mutig ist heute der Münsteraner katholische Bischof Felix Genn gegen einen 67 Jahre alten Priester aus Emmerich am Niederrhein. Dessen Vergehen bestand in der Teilnahme an der Pegida-Demonstration in Duisburg, wo er es als „sehr betrüblich“ bezeichnet haben soll, dass der Kölner Karnevalsprinz Domprobst Norbert Feldhoff die Beleuchtung des Doms während der dortigen Pediga-Demonstration abschalten ließ. Außerdem fand es der Priester nicht gut, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel meint, der Islam gehöre zu Deutschland. Der Märtyrertod vieler Christen, die sich dem islamischen religiösen und politischen Imperialismus entgegengestellt haben, ist in der Kirche längst vergessen.

Und auch der Urheber des Zitats am Anfang ist in der Kirche vergessen: Es ist Clemens August Kardinal Graf von Galen (1878-1946), der Bischof von Münster. Er war ein Held seiner Zeit, der mutigste Kämpfer gegen die Nazis im Münsterland. Seine Predigten sind die mutigsten, die im Dritten Reich von Kanzeln verlesen wurden.

Bischof Genn sollte die Gebeine des Kardinals aus der Ludgerus-Kapelle im Dom zu Münster entfernen lassen. Es wäre vermutlich auch der Wunsch des Kardinals, nicht in einer Kirche von Genns Pharisäern bestattet zu sein.

Uns aber bleiben von Galens letzte Worte auf dem Sterbebett Auftrag: „Ja, Ja, wie Gott es will. Gott lohne es Euch. Gott schütze das liebe Vaterland. Für ihn weiterarbeiten … oh, Du lieber Heiland!“

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