Der grüne Dani und die Kinder: Das Schmierentheater um Edathy

Selbst hartgesottenen Beobachtern fällt es in diesen Tagen schwer, die Berliner Politik zu verfolgen. Zu tief ist der Sumpf, zu sehr stinkt der Dreck. Während vom politisch-medialen Komplex die Aussagen möglicherweise krimineller SPD-Politiker mit der Goldwaage gewogen und verglichen werden, denkt kein Mensch an die die Qualen der Kinder, die für Bilder zu posieren hatten, an denen sich später der frühere innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Edathy, ergötzte. Dieses Blockparteien-System hat ein massives Akzeptanzproblem, weil wichtige Funktionsträger wie innenpolitische Sprecher gelinde gesagt Dreck am Stecken haben. Edathy ist ein Sittenstrolch, sein (schon wieder entsorgter) Nachfolger Michael Hartmann konsumiert Drogen. Und beide sind auch noch … (ach lassen wir das).

Die Innenpolitik hat die Aufgabe, die Bevölkerung zum Beispiel vor Pädophilen und vor der Überschwemmung mit Rauschgiften zu schützen. Dass Pädophile und Rauschiftkonsumenten in der SPD an zentralen Schalthelbeln sitzen können und Grüne wegen Forderungen nach Erlaubnis sexueller Kontakte mit Kindern nicht ihre Mandate niederlegen müssen (Jürgen Trittin, Volker Beck), heißt nichts anderes, als dass in Berlin Brandstifter bereits Feuerwehrkommandanten sind. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hätte besser nicht die Teilnehmer der Pegida-Demonstration in Dresden als „Mischpoke“ bezeichnen sollen. Es gibt Schüsse, die nach hinten los gehen. Das war einer.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert am 19. Dezember 2014 den Skandal: „Ein wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornographie angeklagter SPD-Politiker beschuldigt einen SPD-Politiker, der kürzlich zugeben musste, Rauschgift genommen zu haben, einer Straftat, nämlich Strafvereitelung, deren Möglichkeit der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann geahnt haben könnte. Es bleibt die Ironie dieser Affäre, dass ausgerechnet ein CSU-Politiker deshalb zurücktreten musste.“

Ja, so ist es. Der hochanständige Hans-Peter Friedrich (CSU) musste gehen, der … (lassen wir das lieber) SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann klebt am Sessel.

Wir sind mal gespannt, wie lange eine angebliche Volkspartei, die spätestens 2017 den Kanzler stellen will, dem Treiben ihrer Innenpolitiker noch zuschauen kann. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FASZ) fasst am 18. Januar 2015 zusammen: „In den Ausschusssitzungen erheben SPD-Leute schwere Vorwürfe gegeneinander. In aller Öffentlichkeit titulieren sie sich als Alkoholiker, unzurechnungsfähig, arrogant, paranoid, profilierungssüchtig, charakterlich ungeeignet oder Lügner. Reihenweise werden abfällige SPD-SMS über den Parteivorsitzenden Gabriel oder Oppermann verlesen. Andere zeigen einen erbärmlichen Karrierismus. So schleimt Edathy nach der Wahl bei Sigmar Gabriel: „Falls Dir mal wieder Mitglieder mit sogen. Migrationshintergrund einfallen, die man fördern könnte – hey! :)“. Das sind niederschmetternde Impressionen aus dem Parteiinneren.

Auch die Ausschussvorsitzende Eva Högl war jahrelang SPD-Innenpolitikerin und mit allen Akteuren eng vertraut. Sie verspielt jetzt ihr Ansehen durch extreme Parteinahme. Dazu ist sie offensichtlich gezwungen. Niemand soll, niemand darf Edathy glauben. Denn sobald Hartmanns Version kippt, fällt automatisch Oppermann. Und wer weiß, wer noch. Gelogen wurde von Anfang an: Als Edathy Anfang Februar 2014 sein Bundestagsmandat niederlegte, waren viele überrascht. Aber etliche SPD-Politiker hatten ihre Überraschung bloß gespielt und das Entsetzen monatelang einstudieren können. Sie wussten längst Bescheid. Das Schmierenstück flog auf. Peinlich für die SPD.“

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