Die letzten Tage Europas

Die Zeitenwende in Europa ist sichtbar. 1989/90 war der Anfang, nicht das Ende einer Entwicklung, die nach anfänglich gutem Beginn mit Helmut Kohl, Michail Gorbatschow, George Bush und selbst Margaret Thatcher inzwischen zum Desaster wird. Die Katastrophe ist schon zu riechen. Wie ein Narrenschiff rast die Alte Welt mit unfähigen Kapitänen auf die Klippen zu.

Europas oberster Geldfälscher, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, tat nur, was ihm Staats- und Regierungschefs sagten, die von der Bedeutung stabilen Geldes für den Wohlstand und politische Stabilität nichts wissen wollen wie Francois Hollande oder davon keine Ahnung haben wie Angela Merkel. Staatsanleihen im „Wert“ von 1,2 Billionen Euro will er kaufen. Das Geld hat Draghi übrigens nicht; er produziert es per Knopfdruck. Frühere Methoden wie die der Deutschen Reichsbank, die die Druckmaschinen zum Glühen brachte, haben sich überlebt.

Die Publizisten Matthias Weik und Marc Friedrich schreiben unter der Überschrift „Draghi druckt Europa in den Bankrott“: „Wir sagen ganz klar: Dieses Notenbankexperiment der EZB wird nicht funktionieren und wird in einem Fiasko enden. Niemals zuvor wurden Probleme mit Gelddrucken gelöst.“

In der Thüringischen Landeszeitung schreibt Chefredakteur Bernd Hilder (den übrigens seine linksgrüngenderversiffte Redakteurstruppe hasst): „Draghis Motiv ist politisch: Er will Länder wie Griechenland, Italien oder Frankreich auf Kosten Deutschlands und anderer Länder sowie aller Sparer in Europa vor dem Finanzkollaps retten. Die Schuldzinsen für unsolide wirtschaftende Regierungen bleiben niedrig, ihre Neigung, noch mehr Schulden zu machen, wird steigen: Der Draghi-Wahnsinn geht weiter, und das Vertrauen in den Euro wird weiter sinken.“

Die Publizistin Susanne Kablitz theoretisiert: „Die Zentralbanken haben nur einen einzigen Zweck … sie werden gebraucht, um die Liquidität sicher zu stellen – um jeden Preis und in jeder erforderlichen Höhe. Sie „verhindern“ zeitweilig den vollständigen Zusammenbruch eines Schneeballsystems; sie sind deshalb so ungeheuer wichtig, um zum einen den gewaltigen Betrug durch das Teilreservesystem zu decken, und somit marode Banken vor dem Bankrott zu ,retten‘ und zum anderen, um die Verschuldungsorgien der Regierungen zu finanzieren. Beides ist hochgradig unmoralisch, denn der Preis, den die Menschen für diese ,Wohltaten‘ zahlen müssen, ist ungeheuer hoch.“

Ja, Frau Kablitz, der Preis besteht im Bankrott Europas und kann in einem Krieg bestehen. Zur Erinnerung: Noch 1913 war ein Krieg in Europa angesichts der engen wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen ausgeschlossen worden. Ein Jahr später begann der erste Weltkrieg. Wenn EZB-Ratsmitglied Nowotny meint, Draghi habe mit dem Ankaufprogramm sein „letztes Pulver verschossen“, kann ihm nur geantwortet werden: Europas Generäle haben für weitere Maßnahmen noch genug echtes Pulver in ihren Munitionsdepots.

Durch Draghi und europäische Politiker werden die Menschen in Europa alles verlieren: vielleicht den Frieden, auf jeden Fall aber Renten, Versicherungen, Sparguthaben. Die Reichen haben sich längst in Übersee-Paradiese abgesetzt oder ihr Geld in Immobilien, Aktien oder Gold (mehrwertsteuerfrei übrigens) in Sicherheit gebracht. Schon im Herbst warnte Claudio Borio, der Präsident der Internationalen Bank für Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, vor der damals schon sichtbaren Draghi-Geldschwemme als „ein klares Signal, dass etwas schiefläuft“. Und Nikolaus von Bomhard, Chef der weltweit größten Rückversicherung Munich Re (München), warnt: „Die Uhr tickt.“

Das niederländische Parlament lehnte den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB in einem förmlichen Beschluss ab; nur im Deutschen Bundestag, der Vertretung des deutschen Volkes, herrscht gespenstisches Schweigen über den Großangriff auf die Ersparnisse der Deutschen. Nur Peter Gauweiler (CSU) hält das Draghi-Programm für „rechtswidrig“. CSU-Generalsekretär Anfreas Scheuer bezeichnet Draghi als „Euroweichmacher“, und das war es auch fast. Bundesbank-Chef Jens Weidmann klebt am Sessel wie alle anderen und warnt nur, das Draghi-Programm „birgt Risiken“.

Dem italienischen Regierungschef Mateo Renzi geht der Verfall der Euro-Währung, die so stabil sein sollte wie die Deutsche Mark, noch nicht weit genug: Sein Traum wäre eine Parität zum Dollar. Renzis Traum dürfte wahr werden, und für Europa wird das ein Alptraum.

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