Viel Wind um nichts

Die Krise der Energieversorger E.ON , RWE, der Photovoltaik-Branche und von Prokon, Solarworld und Windreich war gestern. Jetzt drohen die ganzen Windparks und Bürgerenergiegenossenschaften den Bach runter zu gehen. Das wundert nicht weiter, denn grüne Lehrer, Soziologen und Sozialarbeiter, die Energie in Bürgerhand übernehmen wollen, dürften keine guten Unternehmer und von grünen Kriminellen fürchterlich übers Ohr gehauen worden sein.

Die Ertragsberechnung eines Windparks ist eine recht schwierige Sache. An erster Stelle steht der Glaube der potenziellen regionalen Investoren, die Berliner Räuberbande werde schon dafür sorgen, dass 20 Jahre lang üppige Subventionen fließen. Genausogut kann man seinen Hühnerstall nachts offen lassen, weil der Fuchs doch versprochen haben soll, keine Hühner mehr zu holen.

Die in ein paar Jahren kommenden Kürzungen der EEG-Umlage kann man heute natürlich noch nicht beziffern. Aber die Auswirkungen der anderen Geschäftsannahmen der Bürgerenergiegenossenschaften und Windparks (meist geschlossene Fonds) lassen sich schon betrachten. Und da kommt beispielsweise der Steuerberater Werner Daldorf zum Ergebnis, dass die von ihm untersuchten Windräder 15 Prozent weniger erwirtschaften als geplant. Hauptgrund sind gefälschte Gutachten über die Zahl der Windstunden in der jeweiligen Region.

Die grünen Kapitalanleger glauben den Anbietern alles – und vergessen, dass Gefälligkeitsgutachten oder gekaufte Gutachter in Deutschland eher die Regel statt die Ausnahme sind. Der Projektentwickler hat sein Geschäft gemacht, sobald die Räder stehen. Die grünen Anleger hoffen, danach ihr Geschäft zu machen. Aber da sieht es gar nicht gut aus. Auf das eingesetzte Kapital erhalten sie im Schnitt 2,5 Prozent Rendite. Das ist für eine Unternehmensbeteiligung mit dem Risiko des Totalausfalls verdammt wenig. Von einem „katastrophalen Bild“ berichtet Daldorf: 20 Prozent der Windparks haben gar nichts ausgeschüttet, 17 Prozent nur im ersten Jahr, 21 Prozent nur in zwei von zehn Jahren. Rund die Hälfte der Windparks läuft so schlecht, dass die Anleger froh sein können, wenn sie ihr eingesetztes Geld zurückbekommen werden.

Zwischen 200.000 und 300.000 Menschen sollen in Deutschland rund 9,5 Milliarden Euro in den Bau von Windparks in investiert haben. Tut uns ja leid, liebe Leute, aber die Kohle ist im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht – also weg. Und wenn erst einmal die Reparaturkosten für in die Jahre gekommenen Windräder explodieren, kommen die Forderungen auf Rückzahlungen der Gewinne und ganz zum Schluss die Rückzahlungen der Steuervorteile. Fragen Sie mal die Schiffsanleger (Fragen Sie Ihren Zahnarzt – der dürfte in Schiffe investiert haben). Deren Kohle ist auch schon weg, während sich die Emissionshäuser und Hersteller eine goldene Nase verdient haben.
Großindustrielle Hersteller von Windanlagen wie Siemens und ABB versuchen verzweifelt, aus dem Dreck rauszukommen. Bei Siemens schlugen die Wind-Verluste allein im letzten Quartal mit 223 Millionen Euro zu Buche. Die Technik macht Probleme: „Neben Verschleissproblemen bei bestimmten Windturbinen an Land fielen auch Reparaturkosten für Rotorblätter von On- und Offshore-Anlagen an“, ist bei der staatsnahen Nachrichtenagentur adn dpa zu lesen.

Würden die Menschen doch etwas mehr auf die Regierung hören. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat das alles kommen sehen. Am 7. April 2014 sagte er bei der Firma SMA Solar in Kassel: „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“

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