Der Mann, der nicht Charlie sein wollte

Ein Mitarbeiter und Betriebsrat von Daimler-Benz in Rastatt (Baden-Württemberg) wollte nicht wie alle anderen in Deutschland nach den Anschlägen von Paris „Charlie“ sein. Er postete bei Facebook: „Jeder Mensch zahlt für seine Taten! Die einen früher, die anderen später … Fuck Charlie Hebdo.“

Bei Daimler gab es Mitarbeter-Proteste, der Betriebsrat redete mit dem Kollegen, aber der blieb bei seiner Meinung. Die Gewerkschaft diagnostizierte eine Haltung, „die Mord als legitimes Mittel in der politischen Auseinandersetzung rechtfertigt“. Und so eine Haltung gehe weit über eine normale Meinungsäußerung hinaus, so Claudia Peter von der IG Metall. Jetzt soll der Betriebsrat abberufen werden.

Die Meldung stand u.a. bei faz.net, bild.de, Spiegel online, im Handelsblatt und in der Rheinischen Post. Nur dass der Betriebsrat, der nicht „Charlie“ sein wollte, einen Migrationshintergrund hat, das wurde nirgendwo berichtet. Wieder so ein Beispiel, wie unsere Qualitätspresse Nachrichten manipuliert.

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