Schäuble wird zur „schwarzen Null“

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Diese Erkenntnis kommt sofort in den Sinn, wenn die Rede auf den ausgeglichenen Bundeshaushalt kommt. Diese Regierung ist bekanntlich so sparsam, dass 2014 keine neuen Kredite aufgenommen wurden, und 2015 soll das auch so sein.

Beim Blick auf die Steuerbelastung von Durchschnittsverdienern ist es kein Wunder, dass die Berliner Räuberbande im Geld schwimmt. Allein die kalte Progression führt zu einem jährlichen Mehrgewinn für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Der leugnet diesen Effekt natürlich – so wie er damals die Umschläge mit Geld geleugnet hat. Lügen ist bei diesem Politiker genauso notorisch wie beim Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker („Wenn es ernst wird, muss man lügen“).

Allerdings sind Lügen Kartenhäuser. Sie pflegen recht schnell zusammenzustürzen. So geht die Deutsche Bundesbank in einer Studie davon aus, dass der deutsche Staatshaushalt im Jahr 2015 ins Minus drehen wird. Es zeichne sich „eine merkliche Verschlechterung des Finanzierungssaldos und wieder ein (leichtes) Defizit ab“, schreiben die Banker.

Wenn dann die Rechnung aus Griechenland bei Schäuble ankommt, wird aus dem leichten ein schweres Defizit. Und Schäuble erhält für sein Lebenswerk eine Ehrenbezeichnung: „Die schwarze Null“.

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