Der grüne Wahn: Saarwald wird abgeholzt

Während die Grünen tagsüber zum Beispiel am Stuttgarter Hauptbahnhof für den Erhalt jedes Baumes kämpfen, sitzen sie abends, wenn sie mit dem Porsche Cayenne ins Niedrigenergiehaus zurückgekehrt sind, über Hochglanzprospekten für nachhaltige und ethische Geldanlagen. Zinsen soll das von den Eltern geerbte Geld auch noch bringen. Beteiligungen an Windrädern sind da zur Zeit sehr gefragt. Zwei Jahrzehnte Aussicht auf Subventionen, die von ärmeren Haushalten ohne eigene Stromerzeugung aufgebracht werden müssen, sind schon ein gewichtiges Argument für ein Engagement in Windräder.

Jetzt ist zu hören, dass an 19 Standorten im saarländischen Staatsforst massiv Bäume für Zufahrtsstraßen und Plätze für Windräder abgeholzt werden sollen. „Vor dem Hintergrund, dass 38 Prozent des Saarlandes mit Wald bedeckt sind, werden wir die im Koalitionsvertrag vereinbarten energiepolitischen Ziele nur erreichen, wenn wir Windkraft auch über Wald ermöglichen“, sagte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Was Jost bei Windstille machen wird, sagte er nicht. Wir wissen es natürlich: Dann holt er den Atomstrom aus Frankreich für das Saarland. Und für Artenschutz interessiert er sich auch nicht. So berichtet der Umweltruf über eine Studie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW): „Zurzeit wird insbesondere der verstärkte Bau von Windkraftanlagen in Wäldern diskutiert. ,Da dort die Aktivität von Fledermäusen besonders hoch ist und tote Tiere kaum geborgen werden können, sehen wir diese Entwicklung mit großer Besorgnis‘, sagt IZW-Wissenschaftler Christian Voigt. Er und die Co-Autoren seiner Studie empfehlen, Betreiber von Windkraftanlagen künftig stärker in die Pflicht zu nehmen: Die Anlagen sollten während der Wanderungszeit von Fledermäusen auch bei stärkeren Winden konsequent vom Netz genommen werden. Bei einer Abwägung wirtschaftlicher Kosten mit dem Artenschutz müsse der Nutzen für den Naturschutz künftig höher bewertet werden – nicht zuletzt wegen der besonderen Verantwortung Deutschlands, die auch in internationalen Verträgen zum Artenschutz zum Ausdruck kommt

Da wird der gute Herr Voigt aber bei den Grünen auf Granit beißen. Gerade in der Niedrigzinsphase dürfen die Renditen grüner Investoren nicht gefährdet werden.

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