Frauentag: Welches Parlament veruteilt Frauendiskriminierung?

Nach einem Bericht des Portals „Freie Welt„zeigte die Bremische Bürgerschaft besonderen Mut und Zivilcourage. Das Landesparlament verurteilte auf Antrag der Linken mit Stimmen von SPD und Grünen eine Predigt des Bremer evangelischen Pastors Olaf Latzel. Latzel hatte sich in seiner Predigt am 18. Januar 2015 dagegen gewandt, die Unterschiede zwischen Christentum und Islam zu verwischen: „Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. Das ist Sünde. Das darf nicht sein. Davon müssen wir uns reinigen. Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“

Latzel rief Christen auch dazu auf, Buddha-Figuren aus ihren Wohnungen zu verbannen. Er hatte das islamische Zuckerfest, das mittlerweile auch von der deutschen Zivilgesellschaft gefeiert wird, kritisiert und den Reliquienkult der katholischen Kirche als “Blödsinn” bezeichnet.

Nach dem Bericht der Freien Welt verurteilte die Bremer Bürgerschaft Latzels Predigt als „absolut indiskutabel“ und forderte Konsequenzen gegen seine Person. Latzel habe eine „aufwiegelnde und herabwürdigende“ Ansprache gehalten. Der Antrag trug den Titel Titel „Bremen ist bunt – gegen Haßpredigten und Diskriminierung von der Kanzel“. Darin heißt es: „Religionsausübung und -verkündung dürfen eine Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Konfession oder ihrer sexuellen Orientierung weder motivieren noch legitimieren.“

Weder im Bundestag noch im Berliner Abgeordnetenhaus gab es bisher aber einen Antrag zur Predigt von Abdel Moez al-Eila in der Berlin-Neuköllner Al-Nur-Moschee am 23. Januar 2015 anlässlich des Freitagsgebets, in der der Iman uns verdeutlichte, was es heißt, “der Islam gehört zu Deutschland” (Kanzlerin Angela Merkel, Christenunion) zu sagen. Dabei wäre der Internationale Frauentag am 8. März ein geeigneter Anlass, die Stimme für die Rechte der Frauen zu erheben und nicht nur auf Propaganda-Effekte wie eine Quotenregelung zu setzen, die nur Frauen zugute kommt, deren Security-Männer sie gewiss vor jedem Angriff „junger Männer“ zu schützen wissen.

Hier nochmal die wichtigsten Zitate aus der Predigt von Abdel Moez al-Eila:

“Eine Frau muss das Heim zum blühenden Garten ihres Mannes machen, so dass er nicht vor ihr flüchtet wie vor Flöhen, Lepra oder einem Löwen.”

“Wenn ein Mann auf die Straße geht, wird er überall von Frauen verführt, die ihn sexuell erregen. Der Prophet Mohammed sagt, ein Mann, der von fremden Frauen auf der Straße verführt wird, muss sofort nach Hause gehen und mit seiner Frau schlafen. Was aber, wenn zu Hause ein Ghul von einer Frau auf ihn wartet?”

“Eine Frau darf niemals ohne Erlaubnis ihres Mannes einen Mann ins Haus lassen. Eine Frau darf niemals das Haus ohne die Erlaubnis ihres Mannes verlassen! Und unter keinen Umständen darf sie eine Nacht außerhalb des Hauses verbringen ohne Erlaubnis ihres Mannes! Nicht mal bei ihrem eigenen Vater!”

“Eine Frau darf nicht arbeiten ohne die Erlaubnis ihres Mannes! Ein Mann sollte seiner Frau nie das Arbeiten außerhalb des eigenen Hauses erlauben! Das Leben einer Frau muss auf das Haus ihres Mannes beschränkt sein! “Eine Frau muss kochen, den Boden wischen, sauber machen und sich um ihren Mann, ihre Söhne und Töchter kümmern!”

Der Neuköllner Iman ist nicht allein. In der Qualitätszeitung Die Welt ist zu lesen: „In seiner Freitagspredigt verteidigte Imam Abdel Qader Daoud von der Ibrahim-al-Khalil-Moschee in Berlin-Tempelhof seinen Glaubensbruder. Es müsse erlaubt sein zu sagen, ,dass eine Frau den Wünschen ihres Mannes folgen muss, wenn er sie ins Bett ruft‘, berichtete die Berliner ,B.Z.‘. Die Aufregung der Öffentlichkeit kann Daoud, ein deutscher Staatsbürger mit marokkanischen Wurzeln, nicht teilen: ,Wenn ein Prediger zu einer muslimischen Frau sagt: ,Dein Prophet Mohammed befahl, dass dein Ehemann von dir erwarten darf, dass du um seine Erlaubnis fragst, bevor du aus dem Haus gehst‘ – wo ist das Problem? Ist das eine Diktatur?‘, sagte der Imam am Freitag vor der versammelten Moschee-Gemeinde in Tempelhof.“

Den Berliner Blockparteien fehlt der Mut, gegen Hasspredigten und Diskriminierung vorzugehen. Lieber marschieren sie mit Kerze in der Hand zum Brandenburger Tor und protestieren gegen rechts. Ist ja auch viel netter.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alle gegen rechts, Gutmenschen, Islam gehört zu Deutschland, Pfaffen abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s