Energiewende läuft über

Wenn es mal wieder flächendeckend stinkt, läuft bei einer Biogasanlage die Gülle über, wie an dieser kleinen Polizeimeldung aus Baden-Württemberg deutlich wird: „Auf einem Hof im Osten vor Hohenstadt lief am Freitagmorgen ein Behälter einer Biogasanlage über. Das Substrat gelangte teilweise in einen Bach bis eine Sperre aufgebaut war, hinter welcher der Abfall aufgestaut werden konnte… Es wurde festgestellt, dass wohl zwischen 40.000 und 50000 Liter des Gärrests ausgelaufen waren. Ein Teil davon lief in einen Graben neben der Straße und von dort in den Spatzenbach. Der Spatzenbach wurde dadurch erheblich verunreinigt, die Auswirkung auf die Bachfauna kann derzeit nicht abschließend eingeschätzt werden. Der Spatzenbach mündet nach rund 2 ½ Kilometern in die Lein. Dort wird das verdünnte Substrat im Zuge der Bachströmung sicher eingespült werden. Zur Überwachung möglicher Folgen wurde der Fischereibeauftragte des Landratsamtes eingebunden. Der betroffene Landwirt hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Schadens eine Sperre im Entwässerungsgraben aufgebaut und so einen Teil des Substrats aufgefangen.“

Was hier stattgefunden hat und recht verniedlichend beschreiben wird, war eine große Vergiftung von Landschaft und Natur. Aber es gibt keine Unfallfolgenberichte und keine Statistiken. Die örtliche Qualitätspresse veröffentlicht nur die Pressemitteilung der Polizei.

Was so ein Gülleaustritt aus einer Biogasanlage bedeutet, wird aber an einer Veröffentlichung der Berner Zeitung (Schweiz) deutlich: „Trauriges Ende für über tausend Fische: Von einem Landwirtschaftsbetrieb in Bütschwil bei Schüpfen gelangten 20.000 Liter Jauche via Kanalisation in den Chüelibach. Der betroffene Bauer vermutet einen Sabotageakt. Das Unheil bahnte sich am Montag um die Mittagszeit an. ‚Genau dann, wenn es niemand sieht‘, sagt der Schüpfener Gemeinderat Martin Schlup (SVP). Er wurde Zeuge, als es schon zu spät war: Aus der BiogasAnlage eines Landwirtschaftsbetriebes in Bütschwil bei Schüpfen floss Jauche über die Strasse in die Kanalisation und von dort in den Chüelibach. 20.000 Liter waren es, die in den Dorfbach gelangten, wie die Polizei am Dienstag vermeldete. Die Gülle raffte auf drei Kilometern den gesamten Fischbestand dahin: Über tausend Tiere starben.“

Man kann davon ausgehen, dass auch in Baden-Württemberg tausende Fische gestorben sind, zumal die doppelte Menge Gülle ausgetreten ist. Aber angesichts der politisch gewollten Energiewende, die ohne diese Güllebomben nicht auskommt, werden die Vorfälle heruntergespielt und verharmlost.

Die Energiewende tötet Tiere. Und von Grünen bis CDU schauen alle Blockparteien tatenlos zu.

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