Lügenpresse reloaded: Selbst in eigener Sache wird gelogen

Auf das Gebäude der Hamburger Morgenpost war ein Brandanschlag verübt worden – offenbar im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Terroranschlag auf Charlie Hebdo in Paris. Ausnahmsweise gelang es der Polizei, den Tätern auf die Spur zu kommen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Hamburger Polizei und der Staatsanwaltschaft ist zu lesen: „Die Polizei nahm heute morgen neun junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren fest. Sie sind nigerianischer, kamerunischer, türkischer und deutscher Herkunft und alle miteinander bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten. Sie stammen aus Altona und einige von ihnen hatten eine Verbindung zur Max-Brauer-Schule, die die Gruppe in der Nacht vor dem Anschlag auf die MOPO ebenfalls mit Brandsätzen angegriffen hatte.“

Wieder so ein Einzelfall. In der – in diesem Fall sogar betroffenen – Qualitätszeitung Hamburger Morgenpost wird auch über die Aufklärung des Anschlags berichtet. Nähere Angaben zu den Tätern wurden natürlich unterschlagen. Es ist nur von „jungen Männern“ die Rede. Auch Spiegel online – Leitorgan der Systemmedien – berichtet: „Nun haben Polizei und Staatsanwaltschaft neun Tatverdächtige ermittelt. Die jungen Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren kämen aus dem unmittelbaren örtlichen Umfeld, teilten die Ermittler mit.“ Von örtlichem Umfeld steht nichts in der Pressemitteilung. Da soll wohl der Eindruck erweckt werden, es handele sich um Rowdys aus der Nachbarschaft. Typisch Lügenpresse.

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