Arabischer Frühling scheitert im Kugelhagel

Deutsche Qualitätsjournalisten wurden nicht müde, den Anschlag in Tunis herunterzuspielen oder auch die jüngsten Anschläge im Jemen. Die Anschläge hätten mit dem Islam nichts zu tun, und auch der Zusammenhang mit dem Islamismus sei zumindest in Tunis nicht sicher, war auf allen Kanälen zu hören und zu sehen. Bessere analytische Fähigkeiten haben ausländische Journalisten. So war am 19. März 2015 im Schweizer „Tages-Anzeiger“ unter der Überschrift „Arabischer Frühling endgültig gescheitert“ über Tunesien zu lesen: „Für das Land und seine Menschen ist die Schießerei vor dem Parlament und die Geiselnahme im Museum von Tunis eine kaum abzuschätzende Katastrophe. Die tunesische Regierung wird das Terrorproblem nicht von heute auf morgen in den Griff bekommen – während die internationale Tourismusbranche sofort reagieren wird. … Jeder kann jetzt erkennen, dass der sogenannte Arabische Frühling gescheitert ist und die Region auf Jahre hin sehr instabil bleiben wird. Die Länder dort eignen sich damit ohne klare Risikoabschätzung weder als Reiseziel noch als politische Partner oder Investitionsstandorte. Die 2011 erhoffte Demokratisierung in den Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas, die sich 2011 als reale Möglichkeit abzuzeichnen schien, wird in absehbarer Zeit ganz sicher nicht stattfinden.“

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