Kiffen mit der CDU

Die Auflösung der wenigen noch vorhandenen Gegensätze zwischen den Berliner Blockparteien kommt immer schneller voran. Die CDU schwenkte jetzt auf die Position der Grünen ein und ist auch für die Freigabe von Cannabis, das einen erheblichen Beitrag zur Vergiftung unserer Jugend leistet. Der Wirtschaftsexperte der CDU/CSU-Fraktion, Joachim Pfeiffer, schrieb zusammen mit dem Grünen-Wirtschaftspolitiker Dieter Janecek ein Papier, in dem von zwei Milliarden Euro zusätzlichen Steuereinnahmen die Rede ist, sollte es zur – erwünschten – Freigabe des Rauschgifts kommen. Außerdem rechnen die beiden vor, dass die Kriminalisierung nur Geld für polizeiliche Maßnahmen kostet und eh nichts bringt. Stimmt, kann man da anfügen. Im Berliner Görlitzer Park haben de zahlreichen Polizeieinsätze gegen schwarzafrikanische und türkische Dealer auch nichts gebracht außer Vorwürfen gegen die Polizei, diese sei rassistisch.

Noch halten einige CDU-Politiker dagegen und lehnen die Freigabe von Cannabis ab („Nein, aber…“ oder „Jetzt nicht“ beziehungsweise „So nicht“). Jedoch ist ganz deutlich erkennbar, was Pfeiffer bezweckt. Er vertritt den Wahlkreis Waiblingen in Baden-Württemberg. Ihm dürfte völlig klar sein, dass das baden-württembergische Bürgertum längst zu den Grünen übergelaufen ist. Donnerstags abends am Hauskamin DIE ZEIT lesen und sich dabei einen Joint reinziehen – das ist das in den ererbten Villen in Stuttgarter Halbhöhenlage zu spürende grüne Lebensgefühl. Pfeiffer und andere in der CDU wissen längst, dass Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz die einzigen Optionen sind, um im nächsten Jahr in Baden-Württemberg wenigstens wieder mitregieren zu können. Und auch auf Bundesebene ist eine schwarz-grüne Option nach dem regelmäßigen großkoalitionären Zwist mit der SPD für viel Christdemokraten die angenehmere Variante.

Eine letzte Hürde ist die Homo-Ehe, gegen die sich die CDU noch sträubt. Aber sicher nicht mehr lange. Jens Spahn, einer der wenigen sich offen zu seiner Homosexualität bekennenden CDU-Bundestagsabgeordneten, dürfte bald bei Hochzeitskleidungsausstattern zu sehen sein.

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