Alptraum Blutspende

I have a dream: Neulich beim Blutspenden erschien ein schwules Pärchen. Die beiden wollten aufgrund der durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) geschaffenen neuen neuen Rechtslage Blut spenden. Das war bisher in Deutschland und Frankreich nicht möglich, weil der Anteil von HIV-Infektionen unter schwulen Männern bis zu 200-Mal so hoch ist wie unter heterosexuellen Männern. Schwule sind eine Aids-Hochrisikogruppe. Das ist nun einmal so. Laut EuGH ist ein Ausschluss von der Blutspende aber nur gerechtfertigt, wenn unter den Betroffenen eine hohes Übertragungsrisiko für schwere Infektionskrankheiten wie HIV (Aids) besteht und zugleich wirksame Nachweistechniken oder weniger belastende Methoden fehlen, um das hohe Gesundheitsschutzniveau der Empfänger sicherzustellen.

Grüne, Linke und Schwulenorganisationen hatten den Richterspruch sofort umgedreht und über ihre Lobbyisten in der Berliner Politik eine Neuordnung des Bluspendewesens durchgesetzt. Der Grünen-Politiker Volker Beck hatte unmittelbar nach dem Urteil erklärt, „pauschale Blutspendeverbote“ hätten keinen Bestand mehr und die Vertreter der anderen Blockparteien, CDU/CSU, SPD und Linke auf die Linie des Lesben- und Schwulen-Verbandes eingeschworen, so dass jetzt gilt: Das Risiko von mit HIV kontaminierten Blutspenden hängt davon ab, ob Sexualpraktiken sicher oder unsicher sind. Statt aufgrund einer bloßen Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe darf der Ausschluss von der Blutspende vielmehr nur aufgrund eines konkreten unsicheren Verhaltens erfolgen. Der generelle Ausschluss von homo- und bisexuellen Männern von der Blutspende wurde deshalb aufgehoben und durch eine zeitlich befristete Zurückstellung wegen ungeschützter sexueller Kontakte ersetzt.

Klaus-Bärbel I und Klaus-Bärbel II bekamen daher von einer Krankenschwester einen Fragebogen vorgelegt, in dem sie angeben sollten, ob sie ungeschützten Analverkehr gehabt oder sich auf oral beschränkt hätten. Klaus Bärbel I gab ungeschützten Analverkehr mit dem Praktikanten in seiner Werbeagentur zu („Der war so jung und gut gebaut“) und durfte kein Blut spenden. Klaus Bärbel II hatte angeblich immer ein Kondom dabei (aus nachhaltigem Kautschuk-Anbau mit Crowdfunding finanziert). Den Flirt mit dem Kunden der Werbeagentur von Klaus Bärbel I, der sehr heftig wurde und unerwartet ohne Kondom endete, konnte er nicht angeben, weil Klaus Bärbel I dann sauer geworden worden wäre. So spendete er Blut.

Und wenn die Empfänger dieser Spenden nicht an Aids verreckt sind, dann leben sie heute noch.

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