Energiewirtschaft investiert nicht mehr

Wenn in einer Firma nicht mehr investiert wird, dauert es bis zur Pleite erfahrungsgemäß nicht mehr lange. In dieser Lage ist die deutsche Energiewirtschaft. Natürlich nicht die Gewinnler der Energiewende. Die Erzeuger von flatterhaftem erneuerbaren Strom, der erfahrungsgemäß nur dann zur Verfügung steht, wenn er nicht gebraucht wird, werden mit derartig hohen Subventionen gefüttert, dass sie im letzten Jahr 18 Milliarden Euro investieren konnten. Das Ergebnis ist bekannt: Zerstörte Natur, Massensterben von Vögeln, Fledermäusen und Bienen sowie vergiftetes Grundwasser, aus dem Trinkwasser gewonnen werden soll.

Wenn es um die Investitionen der klassischen Energieversorger geht, dann sind die Daten auf einmal unvollständig. Das Statistische Bundesamt berichtete, 2012 seien von den Energieversorgungsunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten 9,5 Milliarden Euro in Sachanlagen investiert worden. Seitdem gibt es keine Zahlen mehr.

Allerdings gibt es noch interessante Angaben vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der allerdings zum Teil schon von grünen Energiewendebetrügern unterwandert ist. Danach sind insgesamt 74 Großprojekte mit rund 33.000 Megawatt Leistung im Bau oder befinden sich im Genehmigungsverfahren. 39 dieser Projekte sind als unsicher zu bezeichnen, das heißt sie stehen auf der Kippe. Wer sich die BDEW-Liste anschaut, wird feststellen, dass dort überwiegend Energiewendeprojekte, also Flatterstromerzeugungsanlagen, aufgeführt werden und Gaskraftwerke. An den Neubau grundlastfähiger Kohlekraftwerke, die einspringen können, wenn es keinen Flatterstrom gibt, denkt keiner mehr. Zwar sind fast alle Bereiche der Energiewirtschaft dem Staatseinfluss unterworfen, nur den Bau von Kraftwerken schreibt der Staat nicht vor. Er wird das bald auch noch machen können, wenn erst die Energieversorger E.ON und RWE pleite gehen und danach die Betreiber erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen. Dann wird der Staat die gesamte Energiebranche übernehmen müssen.

Bis dahin jammert BDEW-Chefin Hildegard Müller noch: „Wenn es politisch so weiter geht wie bisher, dann wird es keine neuen, modernen Kraftwerke geben. Auch die Wirtschaftsberater von Deloitte stellen in einer Untersuchung ganz nüchtern fest: „Es besteht ein erheblicher Investitionsbedarf in die deutschen Kraftwerksparks und Netze, um die zukünftige Energienachfrage zu decken.“ Das mag sein, aber die Wirtschaft macht nicht mehr mit.

Vattenfall will seine gesamte deutsche Kohlesparte verkaufen; dass die Schweden bis dahin noch einen Euro investieren, kann ausgeschlossen werden. Als Käufer kommt faktisch nur der deutsche Staat in Frage. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) legte den Bau eines Braunkohlekraftwerks bei Profen auf Eis. Unter den gegenwärtigen politischen Rahmenbedingungen sei es nicht möglich, ein Kraftwerk, für das 1,5 Milliarden Euro investiert werden und das 40 Jahre laufen sollte, wirtschaftlich zu betreiben, sagte Mibrag-Geschäftsführer Joachim Geisler der Mitteldeutschen Zeitung in Halle. Die Situation in vielen anderen deutschen Regionen ist ähnlich. Der Kraftwerksbauer Siemens baut 4.5000 Stellen in der Energiesparte ab, weil keiner mehr die großen Turbinen zur Stromerzeugung kauft.

Der dänische Politologe und Statistiker Björn Lomberg hat ausgerechnet, dass die Strompreise für deutsche Haushalte von 2000 bis 2013 inflationsbereinigt um 80 Prozent gestiegen sind. Makroökonomische Modelle würden darauf hinweisen, dass der wirtschaftliche Verlust durch erneuerbare Energien wesentlich größer sein könnte als nur deren Mehrkosten, da erhöhte Produktionskosten alle anderen Branchen schwächen und das Wachstum drosseln würden. Und der Erfolg der Energiewende ist lächerlich. Lomborg hat ausgerechnet, dass es durch die gesamte milliardenschwere Förderung der erneuerbaren Energien in den nächsten 20 Jahren zu einer Reduktion der Klimaerwärmung, die bekanntlich auf zwei Grad begrenzt werden soll, um 0,001 Grad Celsius kommen soll. Mit anderen Wort: Armageddon findet 18 Tage später statt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Energiewendemärchen abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s