Leicht und verständlich erklärt: Die Euro-Bilanz

Der Makroökonom und Publizist Daniel Stelter hat eine Bilanz der Euro-Währung vorgelegt (Ifo Schnelldienst vom 15. Mai 2015), die wir vor allem vor dem Hintergrund der Griechenland-Krise gerne wiedergeben und der wir uns inhaltlich anschließen:

„Für den Durchschnittsdeutschen stellt sich die Geschichte so dar: Die Einführung des Euro führte zu einer langen Phase geringen Wachstums, hoher Arbeitslosigkeit und Lohnstagnation. Die Tage der billigen Urlaube in Italien und Griechenland waren vorbei. Der Staat hat Ausgaben für Sozialleistungen und – viel schlimmer – Infrastruktur und Investitionen gekürzt. Die Wirtschaft musste sich auf den Export konzentrieren, weil die Binnennachfrage gedrückt war, und die Ersparnisse wurden dazu genutzt, Lieferantenkredite zu gewähren. Jetzt, wo diese Kredite nicht bezahlt werden können, müssen wiederum die deutschen Sparer und Steuerzahler für den Schaden aufkommen. Zu allem Überfluss werden sie auch noch von den anderen Ländern für vermeintlich fehlende Solidarität kritisiert.

Sind die Deutschen also wirklich die Hauptnutznießer des Euro? Wohl kaum! Ohne den Euro hätte es die Schuldenparty im Süden nicht gegeben, aber auch nicht die großen Exportüberschüsse. Dafür einen höheren Lebensstandard und bessere Infrastruktur in Deutschland.“

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