Unsere letzte Hoffnung: Merkel?

In einfach strukturierten Hirnen hat sich längst die Auffassung eingenistet, dass wir alle verbrennen werden, wenn es nicht gelingt, den Anstieg der Erdtemperatur auf zwei Grad zu begrenzen. Warum nicht um ein Grad oder drei Grad oder warum die Erde nicht abgekühlt wird, fragt niemand. Würde die Frage gestellt, käme der ganze von Staatsknete vorzüglich ernährte Tross von Wissenschaftlern ins Schleudern. Sie wollen uns zwar genau vorrechnen können, wie hoch der Meeresspiegel in 100 Jahren sein wird, wissen aber nicht einmal, ob in drei Tagen die Sonne scheint oder ein Unwetter kommt. Klimawissenschaftler sind Scharlatane, nichts anderes.

Der Berliner Räuberbande passen diese angeblich allwissenden Hochstapler jedoch prima ins Konzept. Angst (hier vor dem Feuertod) war schon immer ein sehr gutes Instrument, das Volk im Zaum zu halten, ohne gleich Gewalt anwenden zu müssen. Die Pfaffen haben in dieser Hinsicht über Jahrhunderte vorzügliche Arbeit geleistet, die Imane tun dies bis heute. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Hier geht es um Kanzlerin Angela Merkel, die es auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Oberbayern geschafft hat, den anderen Regierungschefs das Versprechen abzuringen, bis 2100 eine Welt ohne Kohle, Gas und Öl zu schaffen. Die Techniken, um das durchzuführen, müssen erst noch erfunden werden, aber das macht nichts. Denn in zehn oder 20 Jahren ist der Gipfel von Elmau längst vergessen. Denn würde man sich mit dem Ziel des Verzichts auf Kohle, Öl und Gas auseinandersetzen, wäre die Frage, wie diese Energieträger ersetzt werden sollen, leicht zu beantworten: „mit Wollpullovern und Passivhäusern“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 11. Juni 2015 spottete.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung um die Klimaziele findet erst gar nicht mehr statt, sondern Merkel gilt als „unsere letzte Hoffnung“, uns und unsere Kinder und Enkel vor dem Feuertod zu bewahren. Inzwischen klatscht sogar Greenpeace Beifall für die Klimakanzlerin, und da müsste jetzt auch dem letzten Deppen ein Licht aufgehen, dass sich im Lande was verändert. Die vermeintlich kritischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) sind faktisch gekauft und machen, was die Regierung will. Attack hat erfahren müssen, was es heißt, kritisch zu sein: Die Gemeinnützigkeit war ganz plötzlich weg. Auch Greenpeace hat sicher mehr Dreck am Stecken als nur Devisenspekulationen mit Millionenschaden. Wenn da erst mal die Steuerfahndung anrückt und herausfindet, was mit den vielen Spendermillionen angestellt worden ist (da geht es wohl nicht nur um den Bau der noblen Hamburger Vereinszentrale), dann ist Greenpeace ganz schnell pleite. Also singt man lieber das Loblied auf die Klimakanzlerin und protestiert gegen Walfänge durch die Japaner. Die sind weit weg.

Aber halt, wird Grünmichel einwenden, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat doch die Beschlüsse von Elmau als zu unverbindlich kritisiert. Ja, stimmt. Der BUND hat mit Umweltschutz und Naturschutz inzwischen noch so viel zu tun wie die Fleischerinnung mit dem Vegetarierverband. In Wirklichkeit ist der BUND in weiten Teilen von der Windenergieindustrie unterwandert. Die hätte natürlich gerne verbindlichere Beschlüsse gesehen, damit auch der letzte Winkel der deutschen Naturlandschaft mit industriellen Stromerzeugungsanlagen zugepflastert werden kann.

So hat das rheinland-pfälzische BUND-Mitglied Christel Hussing aus Brachbach bei Altenkirchen festgestellt, dass der Arbeitskreis Energie ihres Landesverbandes von Vertretern der Windenergiebranche dominiert wird. Der Landesvorsitzende Holger Schindler sei für die Landesregierung tätig. „Da erstaunt es nicht, wie windkraftkritische Themen und Mitglieder relativiert werden, kritisch denkende BUND-Mitglieder einen Austritt nahegelegt bekommen oder sogar mit einem Strafantrag konfrontiert werden“, stellt Hussing fest.

Den Umweg über Interessenverbände oder den mühsamen Weg der Unterwanderung der Naturschutzverbände muss die Windindustrie in Niedersachsen gar nicht mehr gehen. Dort bekamen Windanlagenhersteller wie Enercon und GE Energy sowie diesen Firmen nahestehende Vereine Gelegenheit, direkt an der Erstellung des Entwurfs eines Windenergie-Erlasses der rot-grünen Landesregierung mitzuwirken. Sie hätten die Möglichkeit bekommen, „sich themenspezifisch durch eine qualifizierte Fachperson aus Unternehmen, Ingenieur-/Planungsbüros, Kanzleien etc. begleiten zu lassen. Die hätten als Verbände oder Interessenvertretung konkrete Formulierungsvorschläge eingebracht“, räumte Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) auf eine FDP-Anfrage ein.

Die grünen Lobbyisten haben ganze Arbeit geleistet. Von Landschafts- und Naturschutz kann in Niedersachsen keine Rede mehr sein. Wer es nicht glaubt, sollte das Land bereisen und kann die Zerstörungen durch die überall errichteten Industrieanlagen allenthalben besichtigen. Und über allem thront Angela Merkel, „unsere letzte Hoffnung“.

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