Norwegen will kein Akku sein

Am deutschen Energiewende-Wesen soll bekanntlich die Welt genesen. Diesmal ist Norwegen dran, ein Land, dessen Bewohner schon einmal Erfahrungen mit deutschen Weltverbesserern gemacht haben. Durch ein über 600 Kilometer langes Kabel (Nordlink) soll in Deutschland nicht gebrauchter Windstrom nach Norwegen transportiert werden und dort Turbinen antreiben, die Wasser in Bergseen pumpen. „Herrscht in Deutschland Flaute und gibt es zu wenig Strom, kann Strom aus norwegischen Pumpspeicherkraftwerken wieder zurück nach Deutschland fließen“, jubelte bereits die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa. Von einem „weiteren wichtigten Schritt zu mehr Versorgungssicherheit“ sprach Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Die deutschen Energiewender haben zwei Dinge übersehen. Das wichtigste: In Norwegen gibt es nicht genügend Pumpspeicherkraftwerke. In den vorhandenen Stauseen wird Schmelzwasser gesammelt und bei Bedarf zur Stromerzeugung abgelassen. Alle Seen reichen gerade für die Produktion von 85 bis 110 Terawattstunden. Die deutsche Stromproduktion und damit auch der Verbrauch betragen das Sechsfache. Und die wenigsten der norwegischen Wasserkraftwerke sind Pumpwerke.

Das zweite Problem ist die norwegische Bevölkerung, die nicht von der deutschen Energiewende beglückt werden möchte und die Nase voll hat von der massiven Zerstörung der Natur. Sogar in der energiewendehörigen Berliner Tageszeitung (taz) ist zu Reaktionen auf die deutschen Vorstellungen zu lesen: „Aber auch in der Bevölkerung stößt der Plan auf Ablehnung. Der bis in die siebziger Jahre rücksichtslos betriebene Wasserkraftausbau hat bereits tiefe Spuren hinterlassen. Flora und Fauna sind dauerhaft zerstört, Fischbestände geschrumpft, viele Tier und Pflanzenarten völlig verschwunden.“

Und im Winter frieren die norwegischen Stauseen zu. Man muss nur fest genug an die globale Erwärmung glauben. Dennn löst sich auch dieses Problem in nichts auf.

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