Politik und Lügenpresse „Arm in Arm“

Altersweisheit: Jürgen Habermas war immer eine Stütze des Systems, seitdem die „1968-er“ es übernommen und damit den „Marsch durch die Institutionen“ vollendet haben. Während frühere politische Klassen eher die Verbindung mit der Schwer- und Rüstungsindustrie suchten, haben die 1968-er erst die Medien übernommen und dann die Schalthebel der politischen Macht ergriffen. Philosoph Habermas hat eine Bilanz der Machtergreifung gezogen. Ein Satz reicht: „Zur postdemokratischen Einschläferung der Öffentlichkeit trägt auch der Gestaltwandel der Presse zu einem betreuenden Journalismus bei, der sich Arm in Arm mit der politischen Klasse um das Wohlbefinden von Kunden kümmert.“

Allerdings merken die Kunden, dass sie von den Qualitätsmedien nur noch verschaukelt werden wie einst von der DDR-Presse. Folge: Netflix statt ARD und ZDF, Zeitungen sofort ins Altpapier. Gelegentlich sind Äußerungen aus der Qualitätspresse zu vernehmen, dass die politisch-mediale Verbrüderung nicht mehr lange gut gehen wird: „Als Massenmedium wird die Zeitung verschwinden“, sagt etwa Bascha Mika, Chefredakteurin der einstmals überregionalen und jetzt nur noch als Regionalzeitung dahindämmernden „Frankfurter Rundschau“.

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